Mönchengladbach: Mexx meldet Insolvenz an, Shops bleiben aber geöffnet

Mönchengladbach : Mexx meldet Insolvenz an, Shops bleiben aber geöffnet

Mit Mexx hat eines der wichtigsten Bekleidungsunternehmen der Region Insolvenz angemeldet. Von ihrem Deutschlandsitz in Korschenbroich aus betreibt die Mexx Modehandels GmbH aktuell etwa 35 Shops. Betroffen von der schlechten Nachricht sind bundesweit rund 500 Angestellte.

Allerdings teilte das Unternehmen gestern mit: "Alle Shops bleiben geöffnet." Vor kurzem wurde bereits ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des niederländischen Mutterkonzerns mit Sitz in Amsterdam eröffnet - jetzt gingen auch die deutschen Gesellschaften des Modeunternehmens Mexx, das einer Private-Equity-Gesellschaft gehört, diesen Schritt.

Wie am Montag bekannt wurde, hat das Amtsgericht Düsseldorf am Freitag sowohl dem Antrag der Mexx Modehandels GmbH als auch der Mexx Holding GmbH stattgegeben. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde jeweils der Düsseldorfer Sanierungsexperte Georg F. Kreplin von der Kanzlei Kreplin & Partner bestellt. "Aufgrund der schwierigen Situation am Modemarkt sind die Umsätze - nach etwa 40 Millionen Euro im Jahr 2013 - in diesem Jahr weiter rückläufig", erläutert Kreplin den Hintergrund der Zahlungsunfähigkeit. Die deutsche Gesellschaft erhalte aufgrund der angeschlagenen wirtschaftlichen Lage des Mutterkonzerns derzeit auch keine finanzielle Unterstützung mehr aus den Niederlanden.

Kreplin betont aber, dass der Geschäftsbetrieb zunächst uneingeschränkt fortgeführt werden solle. "Die Löhne sollen über das Insolvenzgeld abgesichert werden, es ist das vorrangige Ziel, zeitnah den Mitarbeitern ihre offenen Gehälter zu zahlen. Ferner wollen wir zunächst den normalen Geschäftsbetrieb der Shops aufrechterhalten und hierzu insbesondere die weitere Belieferung mit Waren sicherstellen." Dass dies ein schwieriges Unterfangen wird, weiß auch Kreplin.

Mitte 2013 hatte Mexx, Korschenbroichs wichtigstes Unternehmen, bekanntgegeben, seinen architektonisch spektakulären Sitz an der Grenze zu Gladbach aufzugeben und nach Düsseldorf zu ziehen. Im April wurde das Gebäude von der Firma Docsellent gekauft.

(RP)
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