Mönchengladbach: Meet & Eat: Wie Essen Fremde zu Freunden werden lässt

Mönchengladbach : Meet & Eat: Wie Essen Fremde zu Freunden werden lässt

Essen und Trinken verbindet Menschen - das dachte sich auch die Interessensgemeinschaft Städtepartnerschaft Mönchengladbach und hat mit dem interkulturellen Kochprojekt "Meet & Eat" Verbindungen zwischen Geflüchteten und Vereinsmitgliedern geschaffen. Nun fand der zehnte und letzte Koch-Termin statt - zum großen Bedauern aller Teilnehmer.

Essen und Trinken verbindet Menschen - das dachte sich auch die Interessensgemeinschaft Städtepartnerschaft Mönchengladbach und hat mit dem interkulturellen Kochprojekt "Meet & Eat" Verbindungen zwischen Geflüchteten und Vereinsmitgliedern geschaffen. Nun fand der zehnte und letzte Koch-Termin statt - zum großen Bedauern aller Teilnehmer.

"Das hier ist für mich wie eine Familie", sagt der 32-jährige Farhad Shikhhmada aus Syrien. Und genau das bringt es auf den Punkt: Eine herzliche, familiäre Atmosphäre liegt beim letzten Koch-Treffen in der Luft. Bei der Begrüßung umarmt man sich, es wird einander auf die Schulter geklopft, gemeinsam wird Gemüse geschält, geschnippelt und viel gelacht.

Insgesamt zehn Mal haben sich zehn Geflüchtete und genauso viele Mitglieder der Städtepartnerschaft nun schon getroffen, um zusammen zu kochen und zu speisen. Immer abwechselnd wurde entweder ein deutsches Gericht oder eine Speise aus dem jeweiligen Heimatland des Geflüchteten zubereitet. Für Annette Coenen-Lösch, Vorsitzende des Vereins, hat sich das Projekt als voller Erfolg herausgestellt - obwohl sie anfangs Bedenken hatte: "Ich hatte zu Beginn schon etwas Bauchschmerzen, denn wir wussten ja auch nicht, wie alles zusammenspielen wird." Doch bereits nach dem ersten Treffen waren all ihre Bedenken verflogen. "Der Kontakt ist intensiv geworden, wir erzählen viel miteinander und können bei der Integration helfen."

Denn für viele Flüchtlinge ist das der erste intensive Kontakt zu Deutschen. "Oft ist es für einige Teilnehmer auch das erste Mal, dass sie nicht mehr alleine essen", weiß Stephanie Jansen vom Reha-Verein. Dieser agiert als Kooperationspartner und stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Neben dem gemeinsamen Speisen wurden aber auch Freundschaften geschlossen. Dietmar Schilz von der Interessensgemeinschaft und der 18-jährige Maekele Mengstu aus Eritrea treffen sich inzwischen auch außerhalb des Projektes. Mengstu besucht Schilz und hilft ihm beim Bau einer Gartenhütte für das Enkelkind.

Beim letzten Treffen durfte sich die Interessensgemeinschaft, die das Zusammenleben der Kulturen in der Stadt fördern möchte, über eine Spende der Stadtsparkasse Mönchengladbach freuen. Filialdirekttor Werner Hoba überreichte einen Scheck über 1000 Euro. Auch er hält viel von dem Projekt: "Für mich ist ,Meet & Eat' hochspannend, weshalb wir den Verein sehr gerne unterstützen."

(sikr)
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