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Mönchengladbach: MAV-Stellungnahme in vollem Wortlaut

Mönchengladbach : MAV-Stellungnahme in vollem Wortlaut

Gemeinschaftsunternehmen der Strabag AG und der Remex Mineralstoff GmbH.

Bezug nehmend auf die Anfragen der Rheinischen Post an die MAV und die Strabag AG nehmen wir wie folgt Stellung: "Es ist richtig, dass die MAV an die Bauunternehmung Tholen Bettungssand verkauft hat. Das Material wurde von Tholen an unserem Standort Krefeld abgeholt und auf deren Betriebsgelände zur weiteren Verarbeitung bzw. zum weiteren Einsatz verbracht. In welchen Baumaßnahmen das Material von Tholen eingesetzt werden sollte, war uns seinerzeit nicht bekannt.

Das europäische und deutsche Abfallrecht räumt der stofflichen Verwertung Vorrang vor der Beseitigung ein. Dieser Vorrang dehnt sich auch auf die hier in Rede stehenden mineralischen Abfällen aus.

Der Einsatz solcher Materialien im Straßenbau, insbesondere als Bettungsmaterial beim Bau von Pflasterdecken und Plattenbelägen ist bei Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien ein anerkannter und gesetzlich abgesicherter Verwertungsweg.

Für die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben und den ordnungsgemäßen Einbau des von der MAV gelieferten Materials ist in jedem Fall das abnehmende Bauunternehmen verantwortlich. In dem entsprechenden Materialdatenblatt beschreiben wir das fragliche Material transparent als Schlackengranulat. Die Kunden der MAV wissen, dass es sich nicht um Naturmaterialien handelt, sondern um Recyclingstoffe, für deren Verwertung im Straßenbau eindeutige gesetzliche Vorschriften gelten, die von dem Verwender einzuhalten sind.

MAV betreibt an der Betriebsstätte Krefeld einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb. Herstellung und Vertrieb der Recyclingmaterialien werden im Rahmen der Zertifizierung regelmäßig auf ihre Übereinstimmung mit allen gesetzlichen Vorschriften geprüft. Bis zum heutigen Tag hat es diesbezüglich keinerlei Beanstandungen gegeben. Alle immissionsschutzrechtlichen und sonstigen Genehmigungen liegen vor und werden strikt beachtet und erfüllt.

Vor dem Hintergrund der möglicherweise in der Vergangenheit in Einzelfällen erfolgten unsachgemäßen Verwendung des Recyclingmaterials wird MAV in Zukunft noch detailliertere und umfänglichere Informationen hinsichtlich Art, Zusammensetzung und bestimmungsgemäßer Verwertung erstellen und ihren Kunden zur Verfügung stellen. Ein durch MAV initiiertes Informations- und Schulungsprogramm hat inzwischen nahezu 250 Planer und Bauleiter im öffentlichen und privaten Bereich erreicht.

(sti)