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Matheolympiade 2019: Diese vier Schüler gehören zu den besten in Mönchengladbach

Rechenwettbewerb : Die besten Gladbacher Schüler in Mathe

Sie alle sind in die Landesrunde der Mathematik-Olympiade gekommen. Insgesamt hatten sich in Mönchengladbach 95 Schüler an den Aufgaben der Stadt- beziehungsweise Regionalrunde versucht. Eine Rekordteilnahme. Von Maren Könemann

Arne Janssen (12), 7. Klasse des Math.-Nat.-Gymnasiums Arne Janssen hat jedes Jahr, dass er auf dem Gymnasium verbracht hat, an der Matheolympiade teilgenommen. Dieses Jahr ist er aber zum ersten Mal in die Landesrunde weitergekommen.

Motiviert zur Teilnahme habe ihn neben der erfolgreichen Teilnahme an einem Mathe-Wettbewerb in der Grundschule aber vor allem sein Mathe-Lehrer. Er sei es gewesen, der ihm immer wieder gut zugesprochen und damit Mut gemacht habe.

„Und man möchte dann ja auch gut abschneiden“, sagt Arne. In seiner Freizeit lässt Arne die Mathe-Aufgaben aber dann auch gerne mal liegen.

„Bis auf die Hausaufgaben mache ich zu Hause eigentlich nicht viel Mathe“, sagt der Zwölfjährige. Das logische Denken kommt bei ihm trotzdem nicht zu kurz: „Ich spiele gerne Schach, im Mönchengladbacher Schach-Verein.“ Auf das Hobby sei er durch seine Mutter gekommen, sagt er. Was er in Zukunft mal beruflich machen möchte, das weiß Arne noch nicht.

Lieblingsbereich der Mathematik Textaufgaben.

Marie Slezberg (10), 5. Klasse des Math.-Nat.-Gymnasiums An der Matheolympiade nimmt Marie zwar das allererste Mal teil. Doch bereits in der Grundschule hat die Zehnjährige abgeräumt: Der 1. Platz in der vierten Klasse und der 2. Platz in der dritten Klasse beim Känguruwettbewerb. Dass sie nun, bei ihrer ersten Matheolympiade, direkt in die dritte Runde gekommen ist, hat sie selbst ein wenig überrascht. Sie habe gedacht, die Aufgaben seien etwas schwieriger. „Ich war nach einer Stunde fertig, obwohl man zwei Stunden für die Aufgaben hatte. Und in der Stadtrunde (Regionalrunde) gab es eine Aufgabe, die in meinem Mathe-Buch aus der dritten Klasse vorkam“, sagt Marie. Was ihr an den Aufgaben bei der Matheolympiade nicht so sehr gefallen hat: Die Rechenwege zu erklären. „Ich komme manchmal auf so absurde Weise auf die Lösung, dass ich den Rechenweg nicht erklären kann. Bei der Matheolympiade musste man das aber“, sagt Marie. Später möchte sie einmal Informatikerin werden. Seit der zweiten Klasse probiert sich die Zehnjährige im Programmieren. „Jetzt bin ich in einer Informatik AG aktiv“, sagt Marie. „Zu Hause habe ich auch ein Buch, damit lerne ich gerade ,Python‘ selbst, das ist eine Programmiersprache.“ Im Februar nimmt Marie dann an der Landesrunde der Matheolympiade teil. Vorbereiten wird sie sich darauf aber nicht sonderlich. „Ich übe generell nicht für Mathe“, sagt sie.

 Marie Slezberg ist in Mönchengladbach die viertbeste Teilnehmerin der Olympiade.
Marie Slezberg ist in Mönchengladbach die viertbeste Teilnehmerin der Olympiade. Foto: Maren Könemann
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Lieblingsbereich der Mathematik Textaufgaben.

Edgar Perner (17), 12. Klasse des Math.-Nat.-Gymnasiums hat seit der vierten Klasse jedes Jahr an der Matheolympiade teilgenommen. Und das erfolgreich: Schon in der Fünften hat Edgar zum ersten Mal die Landesrunde des Mathematik-Wettbewerbs erreicht. In der neunten Klasse wurde er das erste Mal zur Bundesrunde eingeladen – seither hat er diese Runde jedes Jahr wieder erreicht. Sein größter Erfolg im Rahmen der deutschen Matheolympiade war ein erster Platz in der Bundesrunde – höher geht es in Deutschland nicht.

 Edgar Perner (17) vom Math.-Nat.-Gymnasium hat die volle Punktzahl erreicht.
Edgar Perner (17) vom Math.-Nat.-Gymnasium hat die volle Punktzahl erreicht. Foto: Maren Könemann

Erfolge hat Edgar aber auch bei internationalen Mathe-Wettbewerben. Beispielsweise hat er an der mitteleuropäischen Matheolympiade teilgenommen, für die er sich über einen Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen eines speziellen Förderprogramms qualifizieren musste. Am Ende gehörte er zu einem von sechs Schülern, die teilnehmen durften. Mit seinem Team konnte Edgar dort den 3. Platz belegen. Aktuell befindet sich Edgar in der Qualifikations-Phase für die internationale Matheolympiade, die im Sommer ausgetragen wird. Ob er dort teilnehmen kann, ist noch nicht klar. „Es sind gar nicht unbedingt Zahlen, die mich interessieren“, sagt Edgar. Vielmehr seien es die Ansätze für kreative Lösungen, die man sich erarbeiten muss. Wegen seiner Erfolge wurde Edgar schon mehrfach zu Mathe-Camps wie der Sommerakademie des Landesverbandes Mathematikwettbewerbe eingeladen. Die findet Edgar besonders spannend, vor allem weil man dort viele neue Leute kennenlerne, sagt er. Und weil Edgar in den vergangenen Jahren so gut abgeschnitten hat, darf die Stadt Mönchengladbach mehr Schüler als sonst zur Landesrunde schicken: Insgesamt fünf Schüler. Wenn Edgar mal nicht gerade Mathematik-Aufgaben löst, um sich für den nächsten Wettbewerb zu qualifizieren, spielt er Klavier, am Computer oder Ultimate Fresbee. Was er mit seinem mathematischen Talent einmal anfangen möchte, weiß Edgar schon: Mathematik studieren, in Bonn. „Die Uni ist in Deutschland mit die beste für Mathematik“, sagt Edgar. Das Exzellenz-Cluster für Mathematik und die Fields-Medaille – ein internationaler Preis für herausragende Entdeckungen in der Mathematik –, die  der Bonner Mathematiker Peter Scholze 2018 verliehen bekam, sind für Edgar ausschlaggebend für seine Entscheidung.

Lieblingsbereich der Mathematik Zahlentheorie

Christoph Rücker (13), 9. Klasse des Gymnasiums Odenkirchen Die Matheolympiade sei für Christoph etwas, das mittlerweile „ganz normal“ geworden ist. Seit der 6. Klasse nimmt der 13-Jährige jedes Jahr daran teil. In diesem Jahr besonders erfolgreich: Mit 25 von 30 zu erreichenden Punkten ist er der fünftbeste Schüler in ganz Mönchengladbach. „Ich mach das, weil es mir Spaß macht“, sagt Christoph auf die Frage nach der Motivation für den Wettbewerb. „Es ist toll, wenn man sich Mühe gegeben hat, und einem dann die Lösung in den Kopf kommt.“  Manchmal aber, wenn seine ältere Schwester eine schwierige Matheaufgabe als Hausaufgabe bekommen hat, dann setzt er sich an den Schreibtisch und versucht diese zu lösen. Er lerne in seiner Freizeit, aber eher weniger für das Fach, sagt Christoph. Da ist der 13-Jährige auch mit anderen Dingen beschäftigt: „Ich spiele Klavier und Orgel, Feldhockey, und ich schwimme.“ Außerdem lernt Christoph seine fünfte Sprache. Nach Deutsch, Englisch, Spanisch und Latein kommt nun Französisch hinzu. Und seine Lieblingsfächer? „Mathe, Pyhsik, Chemie und Spanisch“, sagt Christoph. Später würde der Gymnasiast gerne etwas mit Mathe oder generell im naturwissenschaftlichen Bereich machen. Was genau, das weiß er noch nicht.

Lieblingsbereich der Mathematik Gleichungen mit mehreren Konstanten