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Mönchengladbach: Maroder Bolzplatz soll saniert werden

Mönchengladbach : Maroder Bolzplatz soll saniert werden

Seit langem ist das Fußballspielen für Roman und seine Freunde nicht ganz ungefährlich. Der kleine Bolzplatz hinter den Hochhäusern an der Karlstraße ist in einem schlechten Zustand.

Die Umgitterung hat große Löcher, der Zaun wackelt und lange Drähte ragen aus dem Eisengerippe. Zudem ist der Boden kaum noch bespielbar. Die andere Spielmöglichkeit in der Wohnanlage, ein Basketballkorb, ist sogar gar nicht mehr nutzbar. Der Korb ist verschwunden und es steht nur noch die Stange im Hof, an der der Basketballkorb einmal hing. "Wir haben den Vermieter schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht. Er hört uns nicht zu", erzählt Alex. Auf Nachfrage der RP kündigte Helmut Sevriens, dem die Häuser gehören, nun an, sich der Probleme anzunehmen. "Wenn da etwas kaputt ist, wird es repariert", verspricht er.

Gefährliche Tore

"Wir haben versucht, uns selber zu helfen", sagt Alex. Damit meint der 16-Jährige die großen blauen Planen, die er und seine Freunde vor die Löcher im Gitterzaun gehangen haben. "Wenn wir das nicht machen, fliegen die Bälle jedes Mal raus ins Gebüsch, wenn jemand ein Tor schießt", sagt Roman. Von richtigen Toren kann jedoch keine Rede sein. Sie bestehen lediglich aus vier notdürftig zusammen geschweißten Eisenrohren und haben kein Netz. An den scharfen Kanten seien schon mehrere Bälle zerplatzt, sagen die Jugendlichen. Rings um den Bolzplatz wird er Natur freien Lauf gelassen, wodurch es für die Jugendlichen nur schwer möglich ist, Bälle zurück zu holen, die aus dem Fußballkäfig hinaus geflogen sind.

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"Wir haben in letzter Zeit vieles in der Wohnanlage verbessert und renoviert", sagt Helmut Sevriens. Neben den Wohnungen habe er in den Parkplatz vor dem Haus und in eine Wärmedämmung für die Fassade investiert. Geplant sei auch eine soziale Auffangstation. "Für die Kinder haben wir einen Spielplatz angelegt", sagt Helmut Sevriens. Doch der bietet nur kleinen Kindern eine Spielgelegenheit. "Wir wollen Fußball und Basketball spielen", sagt Roman. "Es kann doch nicht sein, dass hier Kinder auf dem Parkplatz spielen müssen, weil ihnen der Fußballplatz zu gefährlich ist", sind sich die Jugendlichen einig.

"Spielmöglichkeiten für Jugendliche sind wichtig. Mit Fußball können sie ihre Freizeit gestalten und geraten nicht auf die schiefe Bahn", meint Hayat Mia. Der Streetworker kümmert sich um die Jugendlichen und kennt ihre Sorgen. "Viele Jugendliche, die hier wohnen, spielen auch in Vereinen. Für sie ist Fußball einfach alles", sagt Mia. Die Jugendlichen hoffen nun, dass Helmut Sevriens sein Versprechen wahr macht, den maroden Fußballplatz saniert und wieder einen Basketballkorb aufhängt.

(cli)