Mönchengladbach: Manege frei für den Jugendzirkus

Mönchengladbach: Manege frei für den Jugendzirkus

Ein Ferienkurs in Eicken dreht sich komplett um den Zirkus. Der große Auftritt ist am Freitag.

Im Lateinischen bedeutet Circus nichts anderes als Kreis oder Ring. Das ist auch eine der ersten Formationen, die die 33 Kinder und Jugendlichen beim Jugend-Zirkus der Ökumenischen Jugendarbeit bilden. Alle halten sich an den Händen und je zwei Päarchen rennen entlang des Kreises um die Wette. Das übliche Programm, bevor es ans Zirkus-Training geht. Schließlich soll auch das Spielen in dem Osterferien-Kurs nicht zu kurz kommen.

Nachdem sich alle ausgetobt haben, wird es ernst. Die ersten Zirkus-Utensilien werden in die Mehrzweckhalle in Eicken gebracht. In den Kisten finden sich bunte Tücher, Kegel und Bälle. Zu den größeren Dingen, die in keinem Zirkus fehlen dürfen, gehört auch ein Nagelbrett. Zunächst mit einem Zeh, dann mit dem Ballen und schließlich mit dem ganzen Fuß wagen sich die ersten Kinder auf das Brett.

Angeleitet werden sie von Thomas Jansen vom Mobifant aus Krefeld. Für ihn ist es nicht der erste Kurs in Eicken. Bereits im vergangenen Herbst war er dort, um die Mehrzweckhalle eine Woche lang in einen Zirkus zu verwandeln. Organisiert hat den Ferienkurs aber die Ökumenische Jugendarbeit Eicken. "Der Kurs im Herbst war ein großer Erfolg, und wir freuen uns, dass es uns dank Spenden noch mal gelungen ist, einen Zirkus zu organisieren", sagt Theresia Wagner.

Vorkenntnisse brauchen die sechs- bis 15-Jährigen nicht. "Zunächst können sie zwei Tage lang alles ausprobieren und für sich entscheiden, was sie gerne machen möchten, danach geht es ins richtige Training", sagt Wagner. Denn am Ende soll ein Zirkusauftritt vor großem Publikum rauskommen. Einige der Teilnehmer haben bereits zirkus-taugliche Fähigkeiten. Die 15-jährige Julia kann beispielsweise mit dem Einrad fahren. "Ich habe das schon vor der Grundschule gelernt. Es ist mal was anderes, als nur mit dem Fahrrad zu fahren." Beim Zirkus sei sie aber zum ersten Mal dabei.

Angst, dass etwas schief geht, braucht niemand zu haben. "In euch schlummert ganz viel, wir werden für jeden etwas finden und auf seine Talente achten", erzählt Thomas Jansen den Kindern. Entsprechend selbstbewusst gehen sie auch ans Werk. Das Ergebnis des Turbo-Zirkus-Trainings kann dann am Freitag, 21. April, um 18 Uhr bestaunt werden. Dann laden die Nachwuchs-Artisten in die Manege in der Friedenskirche in Eicken.

(maxk)
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