Bunt geschmückte und leuchtende Traktoren Wann die Lichterfahrten in Mönchengladbach stattfinden

Mönchengladbach · Bunt geschmückte und leuchtende Traktoren werden an zwei Tagen im Dezember durch die Vitusstadt fahren. Welche Route sie dabei nehmen, und welche Idee hinter der Aktion steckt.

Schelsen: Fotos der Lichterfahrt mit Nikolaus und 40 Traktoren
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So schön war die Lichterfahrt der Traktoren in Schelsen 2022

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Foto: Tom Ostermann

Die Landwirte der Region bringen in der Adventszeit wieder Licht ins Dunkle – wenn sie ihre Trecker mit Lichterketten, leuchtenden Sternen, Rentieren, Weihnachtsmännern und noch viel mehr festlicher Dekoration schmücken, und durch die Stadt touren. „Landwirt_schaf(f)t Frieden“ ist das Motto, unter dem dieses Jahr die zwei Lichterfahrten in Mönchengladbach stattfinden.

Lichterfahrt ab Schelsen am 9. Dezember 2023

Am Samstag, 9. Dezember, startet um 16.30 Uhr eine Lichterfahrt, die von Schelsen aus über Giesenkirchen nach Jüchen führt. Mit seinem vierköpfigen Team hat Sebastian Deußen, Sohn eines Landwirts, die Tour organisiert. Sie ist als Demonstration bei der Polizei angemeldet, die das auch auf Nachfrage bestätigt. Ungefähr 45 Fahrzeuge werden teilnehmen.

Treffpunkt ist der Marktplatz in Schelsen (Gereonstraße, Ecke Corresburger Weg). Von da aus geht es in Richtung Giesenkirchen, vorbei am Caritaszentrum (Konstantinstraße) und zum Markt, wo die Trecker eine Runde fahren und über die Dömgesstraße das Jüchener Stadtgebiet ansteuern. Dort geht es über die Dörfer Waat, Wey, Hoppers und Neuenhoven nach Stessen, Bedburdyck und Aldenhoven sowie Gubberath, um dann Jüchen zu erreichen. Im Anschluss werden noch Garzweiler, Kelzenberg, Schaan und Otzenrath sowie Hochneukirch und Hackhausen angefahren. In Jüchen (am Rewe) löst sich die Demonstration auf.

Mönchengladbach: Fotos der Lichterfahrt 2022 in Rheindahlen
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So schön war die Lichterfahrt 2022 in Rheindahlen

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Foto: Nici Sander

Lichterfahrt durch Rheindahlen am 17. Dezember 2023

Die zweite Treckertour findet am dritten Advent – also Sonntag, 17. Dezember – auf Mönchengladbacher Stadtgebiet statt. Organisator ist der Landwirt Stefan Wilms, der auch schon in den Vorjahren diese festlichen Aktionen eingestielt hat. Der Lichterzug setzt sich gegen 17 Uhr am Friedhof Rheindahlen in Bewegung und umfasst etwa 50 Fahrzeuge. Auch diese Tour ist als Demonstration angemeldet.

Vom Parkplatz am städtischen Friedhof geht es in Richtung Gerkerath und über den Gerkerather Weg und die Hardter Straße nach Rheindahlen. Dort führt die Strecke über die Gladbacher Straße, und über die Viehstraße außerorts, um durch Voosen zu fahren. Über die Voosener Straße und die Straße Mennrathschmidt geht es vorbei an Günhoven nach Mennrath und von dort aus über die Mennrather Straße zurück nach Rheindahlen. Weiter führt die Strecke über die Max-Reger-Straße und die Plektrudisstraße zum Marktplatz und über die Helenastraße zum Südwall. Die Lichterfahrt setzt sich dann fort über die Beecker Straße und zurück zur Erkelenzer und Hardter Straße, sie führt über die Broicher Straße nach Broich. Dort werden Genhodder, Koch und Peel angefahren, um über die Rouchusstraße erneut durch Broich zu fahren. Über die Görresstraße und den Gerkerather Weg geht es in Richtung Ortsmitte Gerkerath. Über Gerkerath führt die Strecke nach Gerkerathwinkel und über die Hardter Straße nach Koch und Genhodder, wo sich der Zug auflöst. Wilms rechnet mit einer Dauer von etwa 2,5 Stunden für die gesamte Strecke.

Die Idee hinter der Aktion

Schon in der Corona-Pandemie haben Landwirte Lichterfahrten durchgeführt. Damals durfte diese zum Vermeiden von Menschenmassen nicht beworben werden. Doch die Aktion kombiniert – damals wie heute – mehrere Dinge: Die Landwirte machen auf ihre Bedeutung, auf ihre Situation und auf die in ihren Augen mangelhafte Agrarpolitik aufmerksam. Gleichzeitig verbreiten sie Freude. „Wir wollen Licht in die dunklen Zeiten bringen“, erklärt Stefan Wilms. „Das Motto ist vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in der Ukraine und im Nahen Osten gewählt worden“, führt Sebastian Deußen aus. Die Landwirte wollen Frieden verbreiten und Präsenz zeigen: „Wir sind da, auch wenn es schwierig ist.“ Und sie setzen sich ein für ein „Miteinander statt gegeneinander.“ Eine Kundgebung mit Rednern wird es nicht geben. Dafür werden wieder Banner an die Fahrzeuge angebracht.

Der Fokus liegt aber in der weihnachtlichen Dekoration. „Wir zeigen, dass Landwirtschaft schön ist“, sagt Deußen: „Und es macht uns einfach viel Spaß.“ Das bestätigt Wilms, zumal die Teilnehmer auch etwas zurückbekommen: „Ich freue mich schon auf die leuchtenden Kinderaugen. Dann zeigt sich wieder, dass sich die sechs bis sieben Stunden Schmücken gelohnt haben.“ Und: „Es ist einfach schön, wenn die Menschen am Straßenrand stehen, einem zuwinken – und teilweise selbst geschmückt haben. Da geht einem das Herz auf.“

Info Sebastian Deußen weist darauf hin, dass Kinder möglichst Warnwesten tragen sollten, damit sie in der Dunkelheit besser gesehen werden.

Lichterfahrt durch Gladbach

In der letzten Adventswoche gab es noch eine Nachmeldung: Am Freitag, 22. Dezember, wird eine dritte Lichterfahrt auf Mönchengladbacher Stadtgebiet stattfinden. Sie startet um 17 Uhr in Neuwerk und führt durch Uedding, Lürrip, Eicken, Gladbach, Windberg und Bettrath-Hoven. Alle Infos dazu finden Sie hier.

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