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Mönchengladbach: Letzter Schliff für die Weihnachtsmärkte

Mönchengladbach : Letzter Schliff für die Weihnachtsmärkte

Am Samstag beginnt die Zeit des geselligen Glühweintrinkens. Bis dahin wird allerorts noch am Ambiente der Stände gefeilt.

Bruno Dreßen ist in seinem Element. "Da müssen noch zwei Steine hin", weist er einen seiner Angestellten an. "Wir haben keine mehr, Chef", lautet die Antwort. "Dann musst du irgendwo wieder zwei wegnehmen", erwidert Dreßen in bestimmendem, aber nicht unfreundlichem Ton. Das Weihnachtsdorf am "Alter Markt" ist sein großes Projekt.

"Wenn es am Samstag losgeht, geht für mich ein Traum in Erfüllung. Darauf habe ich über 20 Jahre hingearbeitet", erläutert der Schausteller. Erstmals sind die Stände nicht vor der Citykirche aufgebaut. Alles ist etwas größer angelegt. Wenn Dreßen über sein Weihnachtsdorf, mit dem er zum 24. Mal präsent ist, spricht, glänzen seine Augen. Und genau diese Begeisterung will er ab Samstag auch bei seinen Besuchern auslösen.

Eine Übersicht über die Weihnachtsmärkte 2013 in Mönchengladbach finden Sie hier.

Es herrscht Hektik an allen Ecken und Enden der 20 Stände. "Wir brauchen die Zeit bis Samstag noch", sagt Bruno Dreßens Neffe, Marvin Dreßen, während er mit einem Zollstock letzte Abmessungen für ein Schild vornimmt. Dieses soll ab dem Wochenende die Besucher auf den Stand hinweisen, den er betreuen wird: Werkzeuge aus Schokolade sind dort zu erstehen. Hammer, Schraubenzieher und Zangen zum Naschen — eine Neuerung.

Eine andere Form von Zangen zum Naschen werden ein paar Meter weiter angeboten: Feuerzangenbowle — aus stilechten Tongefäßen. Die Zubereitung der Bowle ist in diesem Jahr als Live-Event geplant. Der Stand wird abgedunkelt, und nur die zwei großen Kübel mit dem überdimensionalen Zuckerkegel, der großzügig mit Rum getränkt wird, sind dann beleuchtet. Davor wird eine Feuerstelle lodern. "Das brennende Buchenholz hat einen tollen Geruch", erklärt Dreßen.

Direkt neben dem Bowlen-Stand erblicken Neugierige, die es bis zum Samstag nicht mehr abwarten können, derzeit eine riesige Pfütze. Doch nicht mehr lange. Heute Abend sollen die etwa 8000 Liter Wasser zur bisher größten mobilen Eisbahn Mönchengladbachs gefroren sein. Auf 12,5 Meter Breite und 30 Meter Länge kann dann ab dem Wochenende dem Schlittschuhlaufen gefrönt werden. Die womöglich dadurch entstehenden kalten Füße hat Dreßen einkalkuliert und eine Lösung gefunden: Zwölf Tonnen Mulch, die auf allen begehbaren Wegen ausgestreut sind, sollen für warme Sohlen sorgen. "Wichtig ist der Wohlfühlfaktor", erklärt Dreßen.

Ein paar Höhenmeter tiefer, auf der unteren Hindenburgstraße, ist alles etwas kleiner, aber nicht weniger gemütlich. Neben einer kleineren Eisbahn ist der doppelgeschossige Glühweinstand, einer der Höhepunkte, bereits aufgebaut. Vom oberen Geschoss kann die Arcaden-Baustelle bestens eingesehen und bei einem oder zwei Warmgetränken eingehend diskutiert werden.

Auf angeregte Gespräche freut sich auch Peter Felten, Chef des Rheydter Citymanagements. Auf der Marktstraße wurde die Zahl der Christbäume von 300 auf 560 aufgestockt. "Wir haben in den vergangenen Wochen mächtig dekoriert", sagt Felten. "Wir sind gut in der Zeit. Jetzt fehlen nur noch die Gäste und gute Gespräche." Zu den Höhepunkten in Rheydt zählen die Auftritte der Alphornbläser, der Zillertaler Mander, Rabaue und vor allem der riesige Adventskalender, der erneut viele tolle Preise verspricht.

Einen tollen Erlös hingegen versprechen sich die vielen Ehrenamtlichen, die am Samstag, 30. November, den Christkindlmarkt organisieren. Dieser weicht in diesem Jahr dem Weihnachtsdorf am "Alter Markt" und schlägt seine 55 Buden auf dem Kapuzinerplatz auf. Zum 41. Mal in Folge werden dort Waren für den guten Zweck verkauft.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Weihnachtsmärkte 2013 in Mönchengladbach

(RP)