Mönchengladbach: LEG-Mieter klagen über viele Mängel

Mönchengladbach: LEG-Mieter klagen über viele Mängel

Großheide Fenster sind undicht, an Balkonen bröckelt der Putz ab, Wände sind von Schimmel befallen und die Grünanlagen ungepflegt. Das sind nur einige der Mängel, die Mieter von Wohnungen der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) NRW in Mönchengladbach beanstanden.

Einer Vertreterin der LEG überreichten Felix Heinrichs, SPD-Vorsitzender des Bezirks Mönchengladbach, und die SPD-Landtagsabgeordneten Angela Tillmann und Hans-Willi Körfges jetzt vor der Wohnanlage an der Kärntner Straße eine Auflistung der Beschwerden. In der Hoffnung, dass die beklagten Probleme behoben werden. Kommentarlos nahm die Mitarbeiterin das Papier entgegen, sie wird es an ihre Vorgesetzten weiterleiten. "Seit eineinhalb Jahren ist das Land nicht mehr Eigentümer der LEG. Mit dem Verkauf war damals die Bedingung verbunden, dass sich der neue Besitzer an eine Sozialcharta hält", sagt Körfges. Ziel war es, dass dadurch die Rechte der Mieter und Mitarbeiter geschützt werden. Um zu überprüfen, inwieweit das privatisierte Unternehmen die Charta einhält, trafen sich Körfges und Angela Tillmann mit den Mönchengladbacher Mietern. "Wir waren an der Severingstraße, der Johannisstraße, An den Hüren, im Rheydter Westen und an der Kärntner Straße", sagt der Landtagsabgeordnete. "Die LEG hat in Mönchengladbach rund 400 bis 500 Wohnungen." Von den Mietern hätten sie eine ganze Menge zu hören bekommen, berichten Körfges und Tillmann: über renovierungsbedürftige Bäder, in denen sich seit 40 Jahren nichts getan hat, Risse in den Wänden und klopfende Heizkörper zum Beispiel. "Die Heizungsanlage ist katastrophal", findet ein Mieter der Häuser an der Kärtner Straße. Seit 1975 lebt der Rentner dort mit seiner Frau, "wir wohnen eigentlich gerne hier", sagt er. Für jeglichen Komfort in den eigenen vier Wänden habe das Paar aber selbst sorgen müssen, "ansonsten hätten wir im Bad jetzt immer noch die alten gelben Fliesen".

Die beiden ärgern sich über Grünspan an der Hauswand, ungepflegten Rasen und schlechten Winterdienst. Sie sagen aber auch: "Kleinigkeiten werden sofort repariert, die Verwalter der LEG sind sehr nett." Den Eindruck hat auch Angela Tillmann in den Gesprächen mit Mietern gewonnen: "Sie haben erzählt, dass sich die Verwalter vor Ort nach Kräften bemühen und die Mängel aufnehmen." Danach passiere aber zu wenig.

(RP)