Mönchengladbach: Lambert-Gelände ist wieder aufgeforstet

Mönchengladbach: Lambert-Gelände ist wieder aufgeforstet

Zahlreiche Sträucher und 13 Buchen-, Ahorn- und Eichenbäume hat der Unternehmer auf sein Grundstück an der Konstantinstraße pflanzen lassen. Dazu war er nach der illegalen Abholzung vor zwei Jahren verpflichtet worden.

Der Kahlschlag geschah vor fast genau zwei Jahren. Im März 2013 mochten die Giesenkirchener ihren Augen nicht trauen. In einer brachialen Aktion war fast die gesamte Vegetation auf dem Lambert-Gelände zwischen der Konstantinstraße und dem Friedhof gerodet worden. Bäume, Sträucher, Hecken, Unterholz - alles verschwunden, um Platz zu machen für eine zukünftige Bebauung mit Wohn- und Bürohäusern sowie Gebäuden für Kleingewerbe. Hajo Siemes, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Ost, schlug Alarm. Mit dem gewünschten Erfolg.

Die riesige Fläche ist jetzt vom Grundstückseigentümer wieder aufgeforstet worden. In dem eingezäunten Gelände wurden zahlreiche Sträucher und 13 Buchen-, Ahorn- und Eichenbäume gepflanzt, die künftig den Vögeln eine Lebenswelt bieten werden. "Es wird jedoch noch Jahrzehnte dauern, bis der alte Zustand wieder erreicht ist und auch seltene Vogelarten sich dort wieder heimisch fühlen können", sagt Bezirksvertreter Hajo Siemes.

Bei der Fällaktion vor zwei Jahren hatte das Unternehmen Lambert fahrlässig gegen Teile des geltenden Bebauungsplans und des öffentlich-rechtlichen Vertrags zwischen der Stadt und dem Grundstückseigentümer verstoßen. Insbesondere die Maßnahmen zum Artenschutz wurden missachtet. Unterm Strich war die Rodung illegal. Das Unternehmen wurde zum Wiederaufforsten verpflichtet.

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Ein Vertrag zur Neubepflanzung wurde unterschrieben. Dieser sah vor, dass durch Neuanpflanzungen von Sträuchern, Hecken und Bäumen der nördliche Teil des Baugeländes wieder in einen abgegrenzten naturnahen Bereich gebracht werden soll. Das ist nun geschehen.

Hajo Siemes freut sich über seinen Erfolg. Jetzt müsse vor allem darauf geachtet werden, dass dieses Gelände sich ungestört zu einer naturnahen Fläche entwickeln könne und menschliche Eingriffe in das Wachstum weitgehend ausgeschlossen bleiben. Daher sei die Umzäunung des Geländes sehr wichtig.

(RP)
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