„Herzerlfresser“ und „Musical meets X-Mas“ Theater Mönchengladbach sagt drei Vorstellungstermine ab

Mönchengladbach · Unter anderem die „Pay what you want“-Vorstellung von „Der Herzerlfresser“ entfällt. Was Zuschauer jetzt wissen müssen und wann das Theater notgedrungen Aufführungen absagt.

Die beiden Vorstellung des Stücks „Der Herzerlfresser“ entfallen.

Die beiden Vorstellung des Stücks „Der Herzerlfresser“ entfallen.

Foto: Matthias Stutte

Drei für das kommende Wochenende geplante Aufführungen im Theater Mönchengladbach können krankheitsbedingt nicht stattfinden. Das teilte das Gemeinschaftstheater am Donnerstag mit. Betroffen sind die Vorstellungen von „Der Herzerlfresser“ am Freitag, 9. Dezember, und Sonntag, 11. Dezember, sowie die Vorstellung „Musical meets X-Mas“ am Sonntag, 11. Dezember.

Für „Der Herzerlfresser“ am Sonntag war eigentlich angedacht, ein Experiment zu wagen. Kostenpflichtiger Inhalt Die Zuschauer sollten selbst den Preis bestimmen und bezahlen, was sie wollen (Englisch: „Pay what you want“). Wie das Theater jetzt mitteilt, wird die Aktion im Jahr 2023 nachgeholt. „Ein Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben“, heißt es. Die Idee selbst hat Schauspieldirektor Christoph Roos im Oktober vorgestellt. In Krefeld lief das „Pay what you want“-Experiment bereits – und zwar erfolgreich. Die 170 Besucher zahlten durchschnittlich etwa 17 Euro. Damit zeigte sich der Schauspieldirektor zufrieden.

Krankheitsbedingte Absagen von Vorstellungen trifft das Theater nach Angaben eines Sprechers nicht leichtfällig. „Wir versuchen immer, die Vorstellungen stattfinden zu lassen, wenn das geht. Dabei müssen wir teilweise kreativ sein“, sagt der Sprecher. Es sei für die Zuschauer und die Künstler bedauerlich, wenn es zu Absagen käme. In den aktuellen Fällen sei das aber nicht anders möglich gewesen. „Wir haben aktuell einen hohen Krankenstand, den wir bestmöglich versuchen, zu kompensieren“, räumt der Sprecher ein. Am Gemeinschaftstheater arbeiten mehr als 500 Personen. Der Krankenstand sei schwer zu beziffern, denn es treffe nicht nur die Akteure auf der Bühne.

Die nun abgesagten Vorstellungen sind in ihrer Art besonders und können deshalb nicht mit Springern besetzt werden, erklärt der Theatersprecher: „Anders als ‚Der fliegende Holländer‘ ist ‚Der Herzerlfresser‘ ein Stück, das man nicht einfach so im Repertoire hat.“ Gleiches gelte für „Musical meets X-Mas“, bei dem es sich um ein extra für diese Weihnachtszeit geschriebenes Programm zur Einstimmung auf die Festtage handelt.

Mit Absagen ist das Theater nach Angaben des Sprechers „Corona-bedingt leider sehr erfahren“. Dadurch hat sich auch ein System etabliert, das nun wieder greift. In der Regel würden die Zuschauer direkt angerufen. Sollten sie nicht erreicht werden, erhalten sie eine Mail, die über die Absage informiert. Gekaufte Karten können in solche für andere Termine (auch für andere Vorstellungen) umgetauscht werden. Das läuft über die Theaterkasse, die auch proaktiv kontaktiert werden könne. Sollte keine Alternative gefunden werden, gibt es das Geld für den Kartenkauf zurück.

(capf)
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