Mönchengladbach : Spamalot – das wird ein Spaß

Am Samstag wird das Musical „Monty Python’s Spamalot“ zum ersten Mal auf der Mönchengladbacher Theaterbühne gezeigt. Schon bei der vorbereitenden Soiree in der Theaterbar wurde herzlich gelacht.

Pferde gehören nicht auf die Theaterbühne. Ist nun mal so. Aber was macht König Artus ohne Pferd? Er benutzt seinen treuen Diener Patsy als vierbeinigen Untersatz. „Ich ahme mit zwei leeren Kokosnusshälften das Getrappel der Hufe nach und renne meinem Herrn die ganze Zeit treudoof hinterher“, sagt Henning Kallweit, der die Doppelrolle Knappe/Pferd übernimmt. Und Adrian Linke (König Artus) sagt: „Ich hatte ja vorab den Text gelesen, ich wusste, dass ich kein Pferd bekomme, aber im Laufe des Musicals gehen Henning Kallweit und ich eine wunderbare Symbiose ein.“ Die beiden Schauspieler gehörten zu den fröhlichen Neun, die in einer ausverkauften amüsanten Soiree über den Spaß sprachen, den sie bei den Vorbereitungen auf das Musical „Monty Python’s Spamalot“ hatten und haben. Am Samstag feiert das saukomische Spektakel Premiere auf der Großen Bühne des Theaters an der Odenkirchener Straße.

Zur Tafelrunde, die König Artus auf seiner Suche nach dem Gral begleitet, gehören Michael Ophelders (Sir Lancelot), Paul Steinbach (Sir Robin), Philipp Sommer (Sir Bedivere) und Ronny Tomiska (Sir Galahad). Dessen Mutter wird von Generalintendant Michael Grosse gespielt – mit Perücke und Schnäuzer. Die einzige echte Frau im anarchischen Spiel ist Esther Keil als „Fee aus’m See“. Als melodramatische Diva machte sie mit ihren Kostproben Lust auf mehr. Ihre singenden Kollegen nicht minder.

„Monty Python’s Spamalot“ ist ein Musical, entstanden durch liebevolles Fleddern des Monty-Python-Films „Die Ritter der Kokosnuss“. Eric Idle, Gründungsmitglied der Monty Pythons, hat das Musical 2004 geschrieben. John du Prez, der auch bei einigen Monty-Python-Filmen als Komponist mitwirkte, schrieb die Musik. „Always look on the bright Side“ wurde zum Klassiker. Nach dem Originaldrehbuch haben Dramaturg Thomas Blockhaus und Regisseurin Christine Hofer die Bühnenfassung für das Theater geschaffen. Offenbar mit ziemlich viel Spaß. „Dieses Musical nimmt sein eigenes Genre auf den Arm“, sagt Blockhaus. Und Christine Hofer verrät, dass die Theaterbesucher auf jeden Fall erleben werden, dass Artus den heiligen Gral findet. „Ich sage aber nicht wo.“

Bis es aber so weit ist, müssen König Artus und seine treuen, aber ein bisschen dümmlichen Gefolgsleute etlichen Gefahren trotzen. Es entwickelt sich eine Geschichte mit hohem Tempo und abstrusem Witz. Es wird gesungen und getanzt. „Unser Ballettchef Robert North hat die Choreografie für uns Schauspieler erträglich gemacht“, sagt Henning Kallweit dankbar. Begleitet werden die Protagonisten von Jochen Kilian, der mit sieben Musikern handgemachte Musik auf „echten“ Instrumenten liefert. Und Udo Hesse den Wald. „Der sieht toll aus“, sagt er. Tatsächlich besteht er aus einem großen Prospekt und drei Leitern, die als Bäume verkleidet sind. Und ein Schild verkündet: „Wald – sehr teuer“. In der zweiten Wald-Szene seien die Bäume noch viel kostbarer. Entsprechend steht dann auf dem Schild „Wald – sehr, sehr teuer“.

Anne Weiler hat für das Musical 120 bis 130 Kostüme entwickelt. „Da zähle ich allerdings auch die Kopfbedeckungen mit.“ In und hinter den Kulissen müssen sich die Darsteller „fliegend umziehen“. Da kann es dann auch schon mal drunter und drüber gehen. Also, turbulent wird es werden, schräg, komisch und ein absoluter Lacherfolg. Die Vorfreude auf die Premiere wächst!

Am Samstag, 6. Oktober, ab 19.30 Uhr ist das Musical erstmals auf der Mönchengladbacher Bühne zu sehen. Weitere Termine: 9. Oktober, 4., 9., 18. und 25. November; Tickets gibt es an der Theaterkasse unter 02166 6151-100 und online auf www.theater-kr-mg.de