Schloss Rheydt: Vortrag über die Verbindungen zu Malta

Museum Schloss Rheydt: Vortrag über die Verbindungen von Rheydt zum Inselstaat Malta

Durch eine Heirat entstanden im 18. Jahrhundert Beziehungen zwischen den Adelsgeschlechtern von Bylandt (Rheydt) und von Hompesch (Malta).

Die Familie Bylandt ist eng mit der historischen Entwicklung von Schloss Rheydt verbunden. Otto von Bylandt ließ das Schloss zwischen 1558 und 1591 durch den Baumeister Maximilian von Pasqualini errichten – ihm ist die Architektur der Renaissance-Wasserschlossanlage zu verdanken.

Dass die Familie Bylandt auch Verbindungen nach Malta unterhielt, ist indes weitgehend unbekannt. Darüber klärt ein Matinee-Vortrag der Otto-von-Bylandt-Gesellschaft, der am Sonntag, 11. Oktober, ab 11.30 Uhr im Rittersaal des Museums Schloss Rheydt stattfindet, auf. Der ehemalige Leiter des Stadtarchivs Mönchengladbach, Wolfgang Löhr, geht in seinem Referat der Frage „Was hat die Familie Bylandt zu Rheydt mit Malta zu tun“ nach.

Der Historiker hat zahlreiche Bücher zur Geschichte Mönchengladbachs veröffentlicht. Unter anderem hat er auch über das mit Mönchengladbach verbundene Adelsgeschlecht von Hompesch geforscht. Der Großmeister des Johanniter-Ordens Ferdinand von Hompesch, zugleich Staatsoberhaupt Maltas, hat 1797 dem Dorf Zejtun Stadtrechte verliehen und ihm als zweiten Namen die Bezeichnung „Città Beland“ gegeben. „Beland“ geht auf den Familiennamen Bylandt zurück und erinnert an den Nachnamen von Ferdinand von Hompeschs Mutter: Isabella von Bylandt-Rheydt hatte 1734 Ferdinands Vater, Johann Wilhelm von Hompesch, geheiratet.

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„Ab den 1990er Jahren gab es mehrere gegenseitige Besuche zwischen Mönchengladbach und Malta. Auf diese und viele weitere Zusammenhänge wird Wolfgang Löhr, der am Ausbau des Kontaktes maßgeblich beteiligt war, eingehen“, sagt Rolf Keuchen, Vorsitzender der Otto-von-Bylandt-Gesellschaft, des Museumsvereins Schloss Rheydt. Die Gesellschaft richtet die Matinee-Vorträge als Reihe aus.

Der Eintritt zum Matinee-Vortrag ist für Mitglieder kostenfrei, Informationen über die Otto-von-Bylandt-Gesellschaft gibt es online auf www.otto-von-bylandt-gesellschaft.de. Besucher zahlen für den Vortrag (und dem Museumsbesuch) den normalen Eintrittspreis von sechs Euro (ermäßigt: vier Euro).

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