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Musikschule Mönchengladbach und Kreis Viersen: Jugend musiziert vom 7. bis 9. Februar

Mönchengladbach und Kreis Viersen : Talentshow mit Tiefgang: Jugend musiziert — im Haus Erholung

249 Mädchen und Jungen aus Mönchengladbach und dem Kreis Viersen freuen sich auf das Wochenende. Im Haus Erholung in Mönchengladbach zeigen sie beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ vom 7. bis 9. Februar ihr Können.

„Hier müsste man ein Streichholz anzünden. Dann würde – wusch – eine Stichflamme hochgehen“, sagt Musikschulleiter Christian Malescov, wenn er während „Jugend musiziert“ das Haus Erholung betritt. „In den Räumen ist so eine starke emotionale Energie spürbar – Aufregung, Freude, Stolz, Unzufriedenheit, Lampenfieber.“

249 Teilnehmer aus Mönchengladbach und dem Kreis Viersen haben sich zum 57. Regionalwettbewerb angemeldet, der von Freitag, 7., bis  Sonntag, 9. Februar, im Haus Erholung und in der Musikschule stattfindet. Das ist eine Spitzenzahl. „Sie zeigt, dass jedes normal talentierte, ordentlich vorbereitete Kind mitmachen kann“, so Ralf Holtschneider, Leiter der Kreismusikschule Viersen, der den Wettbewerb zusammen mit Malescov leitet.

In diesem Jahr gibt es Solowertungen in den Fächern Klavier, Gitarre (Pop) und Gesang. Bei den Streichern, Blechbläsern, Holzbläsern, Akkordeons und in der Sparte Neue Musik treten Ensembles an. Die Schlagzeuger spielen bereits am Freitag, 13.45 Uhr bis 17.45 Uhr, in der Musikschule, alle anderen am Samstag und Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr im Haus Erholung. Erwartet werden rund 1000 Zuschauer.

Nirgendwo sonst im Umkreis findet der Wettbewerb in so einem festlichen Rahmen statt. Deshalb wurde das Haus Erholung mit seinen prächtigen Räumen ausgesucht. Es gibt an jedem Tag um 18 Uhr ein Abschlussfest, zu dem am Samstag Kulturdezernent Gert Fischer kommt und am Sonntag Fachbereichsleiter Robert Metzen. Das Preisträgerkonzert ist am 8. März.

Möglich ist das, weil die Stadtsparkasse den Wettbewerb unterstützt, die städtische Marketingtochter MGMG für das Haus Erholung nur die Reinigung der Räume berechnet und Klavierbauer Kallscheuer kostenlos Klaviere bereitstellt und bis auf die Kegelbahn im Keller schleppt. Dort sind die Einspielräume. „Wir glauben daran, dass diese Art der Würdigung für die Kinder wichtig ist“, sagt Malescov.  Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bestätigt: „Dieser Termin steht fest in meinem Kalender.“

Zu einem Wettbewerb gehören immer auch Misserfolge. „Dass es in Ordnung ist, nicht immer der King zu sein, halte ich für eine wichtige Lernerfahrung“, sagt Malescov. „Kinder können immer damit umgehen, wenn wir ihnen diese Haltung vermitteln. Meist sind es die Erwachsenen, die enttäuscht sind.“ Der siebenjährige Cellist Maxim freut sich nach dem Wettbewerb auf einen Boot-Transporter von Lego-Technik von seinen Eltern. Seine Mutter sagt: „Dafür ist uns das Ergebnis egal. Er bekommt das Geschenk für seine Mühe.“

S.JÜNGERMANN-SCHNETTLER