Mönchengladbach: Das Museum Abteiberg stellt seine neue Webseite vor Einblick in verborgene Schätze des Museums

Mönchengladbach · Historische und aktuelle Texte, alte Fotos, Audio- und Videodokumentationen: Die neue Webseite des Museums Abteiberg gewährt Einblicke ins Archiv.

Das ist die Startzseite der neuen Webseite des Museums Abteiberg: www.museum-moenchengladbach-1967-1978.de.

Das ist die Startzseite der neuen Webseite des Museums Abteiberg: www.museum-moenchengladbach-1967-1978.de.

Foto: Museum Abteiberg

Die sogenannten Kassettenkataloge aus der Ära des Museumsdirektors Johannes Cladders sind in einer kleinen Auflage zu den jeweiligen Ausstellungen im alten Städtischen Museum Mönchengladbach erschienen. Exemplare mit Dokumenten zu Joseph Beuys oder Heinz Mack dürften heute einen unschätzbaren Wert haben. Das digitale Archivprojekt des Museums Abteiberg gewährt mit einem neuen Internetauftritt einen einzigartigen Einblick in die Ausstellungen und eben diese Kassettenkataloge von 1967 bis 1978. Am Sonntag, 29. Januar, wird die neue Webseite um 15 Uhr zusammen mit einer Publikumsdiskussion der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veranstaltung findet im Museum Abteiberg statt.

„Mit diesem Pilotprojekt werden die Ergebnisse der umfassenden Forschungsarbeit sichtbar, die die Düsseldorfer Kunsthistorikerin Susanne Rennert seit 2016 für das Museum Abteiberg unternimmt. Die digitale Veröffentlichung liefert mit vielen bisher unbekannten Dokumenten und aufwändig recherchierten Erkenntnissen einen nochmals tieferen Einblick in die Jahre 1967 bis 1978“, sagt Museumsdirektorin Susanne Titz.

Unter www.museum-moenchengladbach-1967-1978.de erschienen bisher 32 Kapitel, abgebildet mit Fotos, Einladungskarten oder Werken der jeweiligen Ausstellung. Klickt man auf die Abbildung, öffnet sich dahinter ein wahrer Schatz. Erfasst sind aktuelle und historische Texte, Pressetexte, Audio- und Videodokumente, der Inhalt der Kassettenkataloge und Fotos der Ausstellung selbst und von der Vernissage, die oft die Künstler im Gespräch mit dem Publikum zeigen. Die Namen der abgebildeten Personen sind meistens mitaufgeführt. „Dafür wurde eine gleichermaßen feste wie variable Struktur entwickelt, die Reportageformat und klassisches Archiv verbindet“, sagt Susanne Titz. Es ergeben sich detaillierte Einblicke in die komplexen Produktionsprozesse der Ausstellungen und Aktionen. Der persönliche Kontakt zwischen Johannes Cladders und den damals meist jungen Künstlern wird auch in Briefwechseln dokumentiert, manche handschriftlich verfasst. Ebenso findet der Besucher der Internetseite auch Preislisten zu den ausgestellten Werken. Sukzessive werden das digitale Archiv ausgebaut und letztlich alle 86 Ausstellungen und Aktionen der Cladders-Zeit aufgenommen.

Diese digitale Publikation ziele vor allem auf die Teilhabe einer größeren Öffentlichkeit, als dies beim traditionellen Medium Buch möglich wäre, so Titz.