Musikreihe in Mönchengladbach Wohnzimmerkonzert bewusst ohne Weihnachtslieder

eicken · Mit Gesang und Gitarrenmusik starteten die Musiker beim vierten Wohnzimmerkonzert bei CamData in den Dezember. Willie Goergens und das Duo „FaB“ traten auf.

Willi Goergens, hier bei einem Konzert in Grevenbroich im Jahr 2020, trat als Hauptact in Eicken auf. (Archivfoto)

Willi Goergens, hier bei einem Konzert in Grevenbroich im Jahr 2020, trat als Hauptact in Eicken auf. (Archivfoto)

Foto: Privat

Oder vielleicht doch etwas Weihnachtliches? Nein, Franziska Hentschel foppte ihre Zuhörer bloß, als sie vor ihrem ersten Stück versprach, diese „am Zauber der Weihnacht teilhaben zu lassen“ und mit ihrem Gitarristen Benedict Knepple die ersten Töne des Kassenschlagers „Last Christmas“ anstimmte. Nach zwei Worten schon brachen sie ab und begannen damit, ihre Coverversionen bekannter Stücke zu präsentieren.

„FaB“, wie Hentschel und Knepple sich als Musikerduo nennen, kennen sich seit 20 Jahren, musikalisch hatten sie sich vor sechs Tagen zusammengefunden. Anlässlich des vierten Wohnzimmerkonzerts in den Räumen der Eickener Firma CamData bildeten die Erzieherin und der Informatiker aus Mönchengladbach die Überraschungsvorgruppe zu dem Sänger und Gitarristen Willie Goergens. Sie verbreiteten schnell eine lockere Atmosphäre, da wurde auch gerne mal mitgesungen. Viele Gäste waren gekommen, was Veranstalter Camillo Eichler freute. „Die Wohnzimmerkonzerte gehen im nächsten Jahr im monatlichen Rhythmus weiter“ versprach er. Ihm ist es wichtig, an der kulturellen Entwicklung des Stadtteils Eicken mitzuwirken.

Willie Goergens, der sich als Künstler nur Goergens nennt, kommt aus Grevenbroich. Beruflich im Ruhestand, kann er sich ganz seiner Musik widmen. Die ihn bereits seit 50 Jahren begleitet. Fast ausschließlich mache er Konzerte im Wohnzimmerformat, erzählte er. Der Singer-Song-Writer präsentierte eigene Songs, was ihn sehr authentisch wirken ließ. Während Goergens mit seiner rauen Stimme und der Gitarre den großen Raum erfüllte, erzählte er Geschichten von sich und vom Leben. Dabei deckte er alle Facetten ab: War ausgelassen, still und melancholisch, heiter, jazzig, punkig.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die lockere Atmosphäre, die Wohnzimmersituation, das Getränkeangebot im Hof schienen die Gäste zu lauten Gesprächen zu verleiten, in denen die eine und andere Ansage, der eine und andere leise Ton untergingen.

Die Reihe wird vom Kulturbüro der Stadt gefördert. Ein neuer Termin soll auf www.wohnzimmerkonzert-mg.de veröffentlicht werden.

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