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Mönchengladbach: Wohin mit Theater-Parkplätzen nach Real-Schließung in Rheydt?

Theater in Mönchengladbach : Noch keine Regelung für Theater-Parkplätze

Ende Januar schließt Real in Rheydt. Wie und ob das Parkhaus weiter betrieben wird, ist offen. Das stellt das Theater vor neue Probleme: Rund 25.000 Besucher des Theaters stellen dort ihre Autos ab.

 Kurz vor der Sommerpause hat das Theater noch einen Corona-tauglichen Plan B für den Herbst vorgestellt. Nach der Sommerpause können sie vielleicht einen weiteren Plan B gebrauchen – diesmal für die Parkplatzsituation am Theater. „Die Nachricht, dass der Real-Markt in Rheydt schließt, hat uns überrascht. Dafür haben wir jetzt keinen Plan B“, sagt Philipp Peters, Marketingchef beim Theater Krefeld-Mönchengladbach.

Anfang der Woche hatte Real angekündigt, den Markt an der Moses-Stern-Straße zu schließen und damit auch das Parkhaus mit rund 400 Stellplätzen. Peters ist optimistisch, dass sich eine Regelung finden wird, bevor Real am 31. Januar das Licht endgültig ausschaltet. „Wir hoffen, dass das Parkhaus in irgendeiner Form weiter betrieben wird. Es wird wohl kaum eine Umnutzung als Schwimmbad geben“ , sagt der Leiter der Kommunikation am Theater. Rund 25.000 der 100.000 Theatergänger pro Jahr nutzen das Parkhaus gegenüber vom Theater, für das es ein besonderes Arrangement gibt. „Wer ein Theaterticket hat, darf sein Auto kostenfrei dort abstellen. Theaterbesucher können den Parkschein bei uns an der Kasse entwerten lassen“, erklärt Peters.

Rein rechtlich sieht die Lage für das Theater gar nicht so übel aus, wie Dieter Breymann, kulturpolitischer Sprecher der CDU, erläutert: Es gibt einen Eigentümer der Immobilie, es gibt einen Betreiber (Real), und es gibt für das Parkhaus einen Zwischenmieter, die inzwischen insolvente Baugesellschaft Jessen. „Nach meinem Kenntnisstand gibt es einen gültigen Mietvertrag zwischen Jessen und Theater“, sagt Breymann. Der Vertrag sei zuletzt 2018 verlängert worden und gelte bis 2023. Dank dieses Zwischenmietvertrags sei das Theater „rechtlich safe“, meint Breymann. Würde man ihn nicht einhalten, entstehe eine Schadensersatzpflicht.

Offen ist aber, ob und wie das Parkhaus nach Januar weiter betrieben wird. „Dafür gibt es keine weitergehende Planung. Das ist noch zu früh“, sagte der Real-Sprecher.

SPD-Ratsherr Ulrich Elsen betrachtet die Entwicklung in Rheydt insgesamt mit großer Sorge. „Wir müssen umdenken. Wir müssen Rheydt neu erfinden. Und in dem Kontext spielt das Theater meiner Ansicht nach eine große Rolle.“