Mönchengladbach: Vortrag zum Berliner Stadtschloss im Museum Schloss Rheydt

Im Museum Schloss Rheydt : Vortrag zum Berliner Stadtschloss

Beim Matinee-Vortrag der Bylandt-Gesellschaft ist Wilhelm von Boddien zu Gast.

(RP) Das Berliner Schloss war das dominierende Bauwerk in der historischen Mitte Berlins. Das Residenzschloss der Hohenzollern wurde Mitte des 15. Jahrhunderts auf einer Spreeinsel erbaut, nach barocken Erweiterungen wurde es 1702 zur königlich-preußischen und ab 1871 zur kaiserlichen Residenz im Deutschen Kaiserreich. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, wäre aber durchaus wiederaufbaufähig gewesen. Die SED-Regierung ließ es jedoch aus politischen Gründen vollständig sprengen und errichtete an der Stelle des Schlosses den modernistischen Palast der Republik, der seinerseits ab 2006 abgerissen wurde.

Seit 2013 wird das Berliner Schloss mit drei rekonstruierten Barockfassaden wiederaufgebaut. Der private Förderverein „Berliner Schloss e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Mehrpreis der rekonstruierten Schlossfassade gegenüber einer modernen durch Spenden in Höhe von 105 Millionen Euro aufzubringen. Geschäftsführer dieses Vereins ist Wilhelm von Boddien, der am Sonntag, 17. März, um 11.30 Uhr auf Einladung der Otto von Bylandt-Gesellschaft, des Museumsvereins Schloss Rheydt, im Rittersaal sprechen wird. Im Rahmen seines Matinee-Vortrags „Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses“ wird Wilhelm von Boddien viele Informationen zu diesem Bauprojekt vermitteln.

„Das Berliner Stadtschloss ist ein Kulturgut von großer Bedeutung. Deshalb haben wir die Chance natürlich genutzt und Wilhelm von Boddien gerne eingeladen“, sagt Rolf Keuchen, der Vorsitzende der Otto von Bylandt-Gesellschaft. Schon im Vorfeld sei dieser dritte Matinee-Vortrag des Jahres auf großes Interesse gestoßen.

Die Vorab-Eröffnung des wieder errichteten Schlosses ist für den 250. Geburtstag Alexander von Humboldts am 14. September 2019 vorgesehen, Ende 2019 soll der reguläre Betrieb starten. Das Gebäude soll in Erinnerung an das geistige Erbe Alexander und Wilhelm von Humboldts mehrere museale Sammlungen aus aller Welt unter anderem der Dahlemer Museen zusammenführend aufnehmen, Veranstaltungsräume für Wissenschaft und Kultur bieten, über die Schlossgeschichte informieren und zugleich der Wiederherstellung eines Hauptbezugspunktes der Berliner und deutschen Geschichte und des historischen Stadtbildes von Berlin-Mitte dienen.

Der Eintritt zum Matinee-Vortrag ist für Mitglieder kostenfrei. Besucher zahlen für die Teilnahme am Vortrag (und den Museumsbesuch) den normalen Eintrittspreis von sechs Euro (ermäßigt: vier Euro). Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Voranmeldung bei Rolf Keuchen unter rekeuchen@aol.com oder Tel. 02163 49252 notwendig.