Mönchengladbach: Vorträge des Wissenschaftlichen Vereins

Vorträge des Wissenschaftlichen Vereins : Über Plastik, Politik und Psychologie

Elf spannende Referenten hat der Wissenschaftliche Verein für seinen Vortragswinter 2019/2020 gewinnen können. Die Themen sind breit gefächert – und greifen viele aktuelle Probleme auf. Wie die Gefahren durch den Plastikmüll.

Die Themen sind so aktuell wie spannend. Und endlich gibt es auch Frauen unter den Referenten. Etwa Ulrike Braun. Die Wissenschaftlerin von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung referiert über Mikroplastik in unserer Umwelt. Ein wichtiges Thema, ein schreckliches Thema. Dass Plastikpartikel in die Umwelt gelangen, wird bereits seit mehr als 40 Jahren beobachtet. Immer mehr hat sich die Aufmerksamkeit auf die winzigen Zersetzungsprodukte von Plastik, das Mikroplastik, verlagert. Bislang fehlen verlässliche Daten über Quellen, Vorkommen und Auswirkungen von Mikroplastik auf Menschen und Ökosysteme. Daran arbeitet Ulrike Braun. Fest steht, dass Mikroplastik in der Umwelt fast überall zu finden ist. Die Wissenschaftlerin spricht auf Einladung des Wissenschaftlichen Vereins am 17. März 2020 im Haus Erholung.

Ebenso aktuell, weniger global, stattdessen mit lokalen Bezügen sind die Themen am 29. Oktober und am 3. Dezember. Stadtgestalter Taco de Marie beschäftigt sich mit der Geschichte und der Zukunft des Abteibergs. Er ist maßgeblich an der Erarbeitung und Umsetzung des Rahmenplans Abteiberg beteiligt. Andrea Jonas nennt ihren Vortrag „Nachhaltig und smart – Trends der Stadtentwicklung in Deutschland“. Als Referentin im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung forscht sie derzeit vor allem zu Themen der digitalen Stadt. Ihre Fragen: Wie können Kommunen die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen nutzen und dabei die Risiken so gering wie möglich halten? Wie können neue Technologien zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen?

Der Vortragswinter des Wissenschaftlichen Vereins beginnt am 19. September mit einem Vortrag von Andreas Heinemann-Grüder. Sein Thema lautet „Deutschland im Spannungsfeld zwischen Russland und den USA“. Diese Veranstaltung ist die einzige in der Reihe, die nicht im Haus Erholung, sondern in den Räumen der Gladbacher Bank an der Bismarckstraße stattfindet.

Spannend dürfte auch der Vortrag von Maik Schürmeyer und Roman Senderek werden, den die beiden zum Thema „Arbeit in der digitalen Welt“ im Dialog gestalten. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung werden vorgestellt und ihre Auswirkungen – positive wie negative – auf die Arbeit diskutiert.

Um die technischen Entwicklungen und medizinischen Fragen in Zusammenhang mit Gentechnologien geht es am 17. Dezember. Der Referent Heiner Fangerau ist der Leiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Düsseldorf. Dieter Liewerscheidt beschäftigt sich am 14. Januar 2020 mit E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“.

Wie hören wir Musik? Was können die Gründe dafür sein, dass einige Melodien seit Jahrzehnten und Jahrhunderten gehört werden, andere nach kurzer Zeit verschwinden? Peter Herborn von der Folkwang Hochschule Essen wird am 4. Februar 2020 Antworten finden.

Im Vortrag von Stefan Tautz am 18. Februar geht es um Quantentechnologie, und Barbara Stollberg-Rilinger beschäftigt sich mit politischen Ritualen. Zum Abschluss des Vortragswinters 2019/2020 stellt Hans-Joachim Blome am 7. April 2020 Georges Lemaître, den geistigen Vater des Urknalls und Vorbild von Stephen Hawking, vor.

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