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Mönchengladbach: Volker Wendel startet Filmreihe im BIS-Zentrum

Kinoprogramm im BIS-Zentrum startet wieder : Der Mann mit dem guten Filmgeschmack

Als Nachfolger von Susanne Berns ist Volker Wendel nun für das Kinoprogramm im BIS-Zentrum zuständig. Sein Ziel: Filme zeigen, die nicht in Gladbacher Kinos zu sehen waren. Seine Anregungen holt er sich aus Berlin.

Noch ist Volker Wendel in Mönchengladbach, aber bald schon reist er für 10 Tage nach Berlin. Dort wird der Kinoliebhaber die Berlinale, die Internationalen Filmfestspiele, besuchen. „Meine Anregungen für Mönchengladbach hole ich mir in Berlin“, sagt Volker Wendel. Seit dem letzten Jahr ist Wendel für das Kinoprogramm im BIS-Zentrum für Offene Kulturarbeit zuständig. Damit tritt er die Nachfolge von Susanne Berns an, die diese Sparte erfolgreich im BIS etablierte und eine Fangemeinde für den Filmmittwoch schuf.

Zufall und persönliche Kontakte führten dazu, dass Wendel den Posten im BIS übernahm. Der 48-Jährige hat reichlich Erfahrung. Kino, Kultur und Mönchengladbach liegen ihm seit seiner frühen Jugend im Blut. Als Gründungsmitglied des Vereins Film Fieber bespielte er schon früher verschiedenste Spielstätten in der Stadt. Nicht nur schaut er jede Menge Filme, nach Möglichkeit im Original mit Untertiteln. Im letzten Jahr waren es 170 Filme, davon hat er 102 in Kinosälen gesehen. Wendel, der Germanistik und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf studierte, gründete 2005 den Verein Filmfieber, machte ein Praktikum im Kino, arbeitete im Plattenladen und legt als DJ auf – er kann also auf eine große Bandbreite von kulturellen Erfahrungen zurückblicken.

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An jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat, jeweils um 20 Uhr, sollen im BIS-Zentrum wieder, nach einer Corona-Pause, anspruchsvolle Filme gezeigt werden. Filme, die in Mönchengladbach noch nie oder nur kurz in den kommerziellen Kinos zu sehen gewesen sind. Anspruchsvolles Kino soll es sein, so Wendel, aber natürlich kann auch mal eine Komödie dabei sein. Vierteljährlich werden die Filme unter einem Thema stehen. Wie kann sich die Kinoprogrammreihe im BIS-Zentrum von anderen besonderen Angeboten absetzen, beispielsweise von der VHS-Filmreihe? Durch die persönliche Atmosphäre, erklärt Wendel: „Ich begrüße die Zuschauer, erzähle etwas zum Film und vor allem biete ich an, im Anschluss an die Filmvorführung über das Gesehene zu diskutieren.“

Der Unterschied besteht aber auch in der thematischen Zusammenstellung. Die ersten Monate des neuen Jahres stehen unter dem Motto „Zukunft“. Am 2. Februar um 20 Uhr läuft „Nausicaä – Aus dem Tal der Winde“: In dem Anime aus Japan muss eine junge Prinzessin die Zukunft ihres Volkes in Einklang mit Erde und Natur bringen, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Am ersten Mittwoch im März steht das Roadmovie „The Road“ auf dem Programm. Der Film für den 3. Mittwoch steht noch nicht fest.

Eine Besonderheit: die Filme, die am 23. Februar und am 30. März laufen, sind Wunschfilme der Gäste. Im Februar können die Filmfans entscheiden zwischen „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader und „Her“, einem amerikanischen Film, in dem sich ein Mann, gespielt von Joaquin Phoenix, in eine Computerstimme verliebt. Volker Wendel empfiehlt allen, die an der Abstimmung teilnehmen wollen, dem BIS-Zentrum auf Instagram (www.instagram.com/biszentrum) oder auf Facebook  (facebook.com/biszentrum) zu folgen oder sich für den Newsletter anzumelden (über die Homepage www.bis-zentrum.de) – dann erfährt man sofort alle Neuigkeiten.

Info Die Tickets für alle Filme kosten 5 Euro und können über die Homepage des BIS-Zentrums bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.