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Mönchengladbach: Virtuelle Ausstellung "Augenblicke remote" von Ulrike Michels

Kunst aus Mönchengladbach : Virtuelle Augenblicke von Ulrike Michels

Vor vier Jahren hat die Gladbacher Künstlerin in der Traumfabrik ausgestellt. Jetzt ist über die Internetseite des Cafés eine Ausstellung mit digital überarbeiteten Bildern zu sehen. Damit will es Ausstellung fortführen, während sich die Öffnung wegen Corona noch nicht lohnt.

Die Malerin Ulrike Michels zeigt auf der Internetseite des Eickener Cafés „Traumfabrik“ von Konstanze Elfferding in einer virtuellen Ausstellung unter dem Titel „Augenblicke remote“ etwa ein Dutzend ihrer Porträts. Es sind zum Teil Bilder, die die 40-jährige Autodidaktin vor vier Jahren in der „Traumfabrik“ zeigte. Nun hat sie sie digital überarbeitet.

Da ist das angeschnittene Profil einer verträumt wirkenden Frau zu sehen, die sich aus einem mehrschichtigen farbigen, von grafischen Mustern und Wortfetzen durchzogenen Hintergrund hervorhebt. Ein weiteres Bild zeigt das Gesicht einer Frau nur zum Teil und aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Zudem wirkt sie – ein digitaler Filter macht’s möglich – als befinde sie sich unter der Wasseroberfläche: Kleine Wellen legen sich über sie. Die Gladbacherin beschreibt den Entstehungsweg ihrer Bilder wie ein Hin und Zurück: Ihre Motive entdeckt sie oft im Internet. „Ich spiele mit der Vorlage, verschiebe, ändere die Perspektive.“ Daraus entsteht ein Acrylbild in Größen von 30 mal 40 Zentimeter bis 150 mal 100 Zentimeter. Für die Ausstellung in der „Traumfabrik“ hat sie die Gemälde in die digitale Form zurückgeführt. Immer steht der nackte Körper der Frau im Mittelpunkt. „Es geht nicht um eine feministische Botschaft, es ist das, was ich schön und sinnlich finde.“ Eine weitere Inspirationsquelle für ihre Bilder sind Fotos, die die Frauen ihr überlassen und die sie in ein Acrylbild umsetzt.

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