1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Kultur

Mönchengladbach - vier preisgekrönte Filme beim Festival 2018

Filme in Mönchengladbach : Festival filmischer Kostbarkeiten

Vier sehr unterschiedliche Filme von preisgekrönten Amateurautoren werden am ersten Adventssonntag in der Musikschule gezeigt.

Gertrud Quartier hat einen Film über ihre drei Brüder gedreht. Franz, Bernhard und Anton, geboren 1932, 1933 und 1934, stürzten am 5. August 1953 beim Klettern auf dem Matterhorn ab. Alle drei starben. Mit ihrer Tochter Annette und deren Lebensgefährten Bernhard wiederholt Gertrud Quartier die Tour ihrer Brüder, Und sie fragt sich: Worüber haben sie gesprochen? Haben sie an ihre Familie in Heidelberg gedacht? Was ging in ihnen vor, als sie stürzten?

Die heute 80-jährige Amateurfilmerin hat den Film „Meine drei Brüder“ eigentlich ganz privat für ihre Familie gedreht. Sie zeigte ihn aber auch dem Filmclub Offenbach, dem sie angehört. Und ihre Kollegen waren so begeistert, dass sie sie baten, die gefilmten Erinnerungen zu kürzen und auf Wettbewerben zu zeigen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Filmer Robert Becker tat sie dies – und sie waren bei den Deutschen Amateur-Filmfestspielen äußerst erfolgreich. Jetzt kommt sie nach Mönchengladbach und zeigt ihren preisgekrönten Streifen am 2. Dezember beim „9. Nationalen Einladungsfestival“ im Carl-Orff-Saal der Musikschule.

„Der Film von Quartier und Becker ist berührend, drückt aber nicht auf die Tränendrüse“, sagt Gerhard Comelli, Ehrenvorsitzender des einladenden Filmclubs „Objektiv“. Er stellte den Sponsoren des Filmfestivals – Stadtsparkasse, NRW und PK Office GmbH – die vier Filme vor, die am ersten Adventssonntag in Mönchengladbach gezeigt werden. „ohne unsere Sponsoren könnten wir das Festival nicht machen“, sagt Comelli. „Sie kommen für die Übernachtungen, die Verpflegung und das Freizeitprogramm auf.“ Letzteres führt übrigens in diesem Jahr in den Borussia-Park.

Neben dem Film von Gertrud Quartier sind das der Reisefilm „Im Licht des Ayeyarwady“ von Anton Wallner aus Ihrlerstein, der Unterwasserfilm „Jäger“ von Simone und Frank Thernes von der Hamburger Filmwerkstatt und mit „Alles ganz natürlich?“ von Rüdiger Schnorr aus Neu-Isenburg erstmals ein Animationsfilm. „Wir hatten noch nie eine derartige Vielfalt bei unserem Nationalen Einladungsfestival“, sagt Gerhard Comelli.

Die Gäste dürfen sich auf eine Matinee mit filmischen Kostbarkeiten freuen. Die angereisten Autoren werden jeweils von einem „Paten“ begrüßt und vorgestellt, und sie erhalten das begehrte gläserne „Windlicht“ des Filmclubs. „Diese Trophäe ist bei den Amateurfilmern inzwischen äußerst beliebt“, sagt Gerhard Comelli. „Um die 25 bis 26 Autoren in Deutschland haben sie bereits von uns bekommen.“

9. Nationales Einladungsfestival „2018: Die Besten“, Goldmedaillenfilme deutscher Spitzenautoren: Sonntag, 2. Dezember, 10.30 Uhr, Carl-Orff-Saal der Musikschule an der Lüpertzender Straße. Der Eintritt ist frei.