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Mönchengladbach: Trio „Synergia Ensemble“ begeistert im Konzertsaal

Klassische Musik in Mönchengladbach : Trio „Synergia Ensemble“ begeistert im Konzertsaal

Zwei Frauen und ein Mann bilden das Trio „Synergia Ensemble“. Ihre künstlerische Vorstellung im Konzertsaal des Theaters überzeugte das Publikum.

Erst vor zwei Jahren haben sich – jeweils nach ihrem Master-Abschluss - die deutsch-ukrainische Pianistin Maria Shykyrinska, die amerikanische Geigerin taiwanesischer Herkunft Andria Chang und der kolumbianische Cellist Camillo Chaparro zu einem Klaviertrio zusammengeschlossen. „Synergia Ensemble“ haben sie sich benannt, und das überzeugende Hörerlebnis beim ersten Zyklus-Konzert im Konzertsaal des Theaters Mönchengladbach entsprach diesem aus der Psychologie entlehnten Begriff, der die Energie meint, die für den Zusammenhalt und die gemeinsame Erfüllung von Aufgaben verfügbar ist. Diese hier in Fülle vorhandene Energie setzten die ihre Instrumente beherrschenden und bestens aufeinander hörenden Musiker  mit Spiellaune ein.

Ein Spätwerk Joseph Haydns – das Klaviertrio D-Dur op.73 Nr.1 Hob.XV:24 - zeigte bereits die Reife und Souveränität der brillant musizierenden Geigerin, des sich mit Einfühlsamkeit und Tonschönheit  einbringenden Cellisten und der ohne Überheblichkeit dominierenden Pianistin mit ihrem federnd-luftigen Anschlag.

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Selten zu erleben ist die Kammersonate, die Hans Werner Henze (1926-2012) 1948 schrieb. Der teils sperrig-dissonanten Huldigung an die Kammersonaten des Barockkomponisten Arcangelo Corelli trotzte das Trio mit Nachdruck jede vorhandene Phase an Klangsinnlichkeit ab, was das Zuhören wesentlich erleichterte.

Franz Schuberts ein Jahr vor seinem frühen Tod entstandenes berühmtes Trio B-Dur op.99 D898 mit seinen zahlreichen Ohrwurmverdächtigen Themen bot dann – in einer mitreißenden, makellosen Wiedergabe – vollkommene Kammermusikseligkeit. Begeisterter Applaus, eine Schubert-Zugabe und der vielfach geäußerte Wunsch, das Trio wieder einzuladen.