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Mönchengladbach: Töpfermarkt von Schloss Rheydt findet am 18. und 19. Juli statt

Veranstaltung an Schloss Rheydt : Töpfermarkt mit gezielter Wegführung

Am 18. und 19. Juli findet wieder der Markt von Schloss Rheydt statt. Die Rahmenbedingungen sind günstig. Bei Bedarf wird auf Einhaltung der Abstände hingewiesen. Der Erlebnis-Charakter soll unbeeinträchtigt bleiben.

Ritterfest und „Gartenwelt“ wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt, der Töpfermarkt aber wird am 18. und 19. Juli erneut auf den Innenhöfen und der Wallanlage von Schloss Rheydt stattfinden. Bei den Veranstaltern sowie den 50 Keramikern und Töpfern, die ihr Kommen zugesagt haben, herrscht große Freude, betont Museumsleiter Karlheinz Wiegmann.

„Wir haben lange überlegt, ob der Markt auch in diesem Jahr durchführbar ist. Vom Besucheraufkommen und von der Besucherführung her ist er grundsätzlich anders als Ritterfest und Gartenwelt. An einem Sonntag kommen üblicherweise rund 2500 Besucher. Die bleiben etwa für zwei Stunden. Es gibt kein Drängen. Das ist eher ein Spazierengehen und Flanieren“, beschreibt der Hausherr die Erfahrungen aus früheren Jahren. Die Keramiker würden immer wieder den familiären Charakter des Töpfermarktes auf Schloss Rheydt hervorheben.

Wiegmann ist überzeugt, dass der Erlebnischarakter angesichts der aktuellen Situation nicht ungünstig beeinträchtigt werde. Gert Fischer unterstreicht die Einschätzung des Museumsleiters. „Wir sind auf dem Weg in die Normalität. Man muss jetzt sehen, was man tut. Das ist nicht nur von der Rechtslage abhängig, so eine Veranstaltung soll natürlich auch klappen, Spaß machen und ohne Risiko ablaufen“, so der Beigeordnete. Er versichert, „heilfroh“ zu sein, dass die Rahmenbedingungen den Markt auch in diesem Jahr ermöglichen. Schließlich sei das Event ein Eckstein im Außenprogramm des Museums.

Fischer stellt fest, dass die Ansteckungsgefahr bei einer Freiluftveranstaltung schon für sich genommen eher gering ist. Dennoch würde an beiden Tagen darauf geachtet, dass Besucher nicht zu eng zusammenstehen. Das Museum wird anders als in den Vorjahren geschlossen sein. So kann auch das Personal auf einen reibungslosen Verlauf im Außenbereich achten. Die Besucher werden am Eingang gezählt. In der „allergrößten Not“ könnte es eine Zugangsbeschränkung auf das geschlossene Gelände geben. Diese sei aber nicht zu erwarten, so Fischer. Eine gezielte Wegführung soll Gegenverkehr vermeiden.

Für den Gastronomiebereich wurde das Konzept mit Blick auf die Pandemie den aktuellen Sicherheitsvorkehrungen angepasst, betont Christian Spormann, Verwaltungsleiter für den Fachbereich Museen. Da kein Geschirr ausgegeben werden soll, gibt es mit Würstchen und Waffeln zum Beispiel Speisen, die von einer Serviette gegessen werden können. Getränke werden ausschließlich in Flaschen verkauft. Wer auf Süßes hofft, wird beim Eismann fündig. Wiegmanns einzige kleine Restsorge, es könnte an den beiden Tagen regnen, scheint sich laut Wettervorhersage zu verflüchtigen. Damit muss keiner die Nässe von oben fürchten. Denn in der aktuellen Situation können keine Unterstellmöglichkeiten angeboten werden.

So bleibt also voraussichtlich die pure Freude auf ein lustvolles Flanieren, Stöbern und Einkaufen. 50 Anbieter aus dem Großraum Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus garantieren Vielfalt. Wiegmann verspricht ein qualitativ hochwertiges Programm.

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