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Mönchengladbach: Stephanie Borkelfeld-Müllers studiert mit ihrem Chorprojekt Werke von Mendelssohn Bartoldy ein

St. Laurentius Odenkirchen : Chorprojekt bereitet sich auf Mendelssohn-Konzert vor

Zwei Chöre, Solisten und Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker: Das ist die Besetzung, die am 19. September in Odenkirchen zu hören sein wird.

Das Chorprojekt Mönchengladbach widmet sich in diesem Jahr dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) mit der Aufführung der Ouverture C-Dur von Fanny Hensel-Mendelssohn, dem Psalm 42 ‚ „Der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ und der „Sinfonie-Kantate Nr. 2 Lobgesang op. 52“.

Die Komponistin Fanny Hensel, Mendelssohns Schwester, schrieb die Ouverture C-Dur 1830 und dirigierte ihr Werk erstmalig zwei Jahre nach dessen Entstehung im Rahmen der „Sonntags-Musiken“ im Hause Mendelssohn. Die erste Wiederaufführung fand 1986, 152 Jahre später unter der Leitung von Elke Mascha Blankenburg in der alten Oper Frankfurt statt. Im Rahmen des großen Mendelssohn-Konzertes bringt Chordirektorin Stephanie Borkenfeld-Müllers das Werk einer fast vergessenen Komponistin zur Aufführung.

Die Vertonung des Psalmes 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ gilt als eine der schönsten Psalm-Kantaten Mendelssohns, die er zum größten Teil 1837 während seiner Hochzeitsreise komponiert hat. Robert Schumann beschrieb das Werk als „die höchste Stufe, die er (Mendelssohn) als Kirchenkomponist, ja die neuere Kirchenmusik überhaupt, erreicht hat“.

1840 erhielt Mendelssohn den Auftrag, für die Feierlichkeiten zum 400. Geburtstag der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg, ein großes Werk für Chor und Orchester zu komponieren. Verschiedene Texte aus der Bibel, die Verwendung des Chorals „Nun danket alle Gott“ und Instrumentalsätze seiner bereits begonnen Sinfonie B-Dur Ende der 1830er Jahre, fügten sich zu dem großen Werk zusammen, dem er den Titel „Lobgesang“ verlieh. Die Uraufführung des Werkes in der Leipziger Thomaskirche, an der mehr als 500 Musiker mitgewirkt haben, wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Die zentrale Aussage des Werkes ist die Wandlung „Von der Finsternis zum Licht“ – dieses Bild gilt „… als Metapher für die Erleuchtung, die Gutenbergs Bibel der europäischen Kultur des fünfzehnten Jahrhunderts gebracht hatte, zum Schlüsselbild für weite Teile der Musik.“ (Douglass Seaton aus: Vorwort zur Carus-Ausgabe).

Das Konzert findet am Sonntag, 29. September, 16 Uhr, in der Pfarrkirche St. Laurentius Odenkirchen statt. Ausführende: Christine Léa Meier (Sopran), Julia Müllers (Sopran), Johannes Klüser (Tenor), das Chorprojekt Mönchengladbach, der Projektchor St. Cornelius Viersen-Dülken unter der Leitung von Giovanni Solinas und Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker. Die Gesamtleitung hat Chordirektorin BDC Stephanie Borkenfeld-Müllers.

Karten gibt es für 15 Euro im Vorverkauf im Pfarrbüro St. Laurentius, in der Buchhandlung Prolibri, Zur Burgmühle, bei Schreibwaren Kelz an der Burgfreiheit sowie in der Buchhandlung Degenhardt, Friedrichstraße 14. Die Abendkasse ist ab 15 Uhr geöffnet, dort kosten die Karten 18 Euro. Jugendliche bis 16 Jahre zahlen keinen Eintritt. Onlinereservierungen unter www.chorprojekt-moenchengladbach.de. Die Werkeinführung mit Vitus Froesch aus Dresden ist am Donnerstag, 26. September, 19.30 Uhr, im Johannes-Giesen-Haus, Burgfreiheit 119.