Mönchengladbach: Staatssekretärin Milz zu Gast im Gründerzeitviertel Eicken

Gründerzeitviertel in Mönchengladbach : Staatssekretärin Andrea Milz besucht das Gründerzeitviertel

2018 erhielt die Initiative Gründerzeitviertel den Engagementpreis NRW. Die Politikerin war begeistert vom Schillerplatz und der „Alten Tanke“.

Staatssekretärin Andrea Milz hatte vorsichtshalber einen Schirm in der Hand. Doch es schien, als wollten sich der Schillerplatz und sein Umfeld im Gründerzeitviertel im allerbesten Licht präsentieren und damit den bürgerschaftlichen Einsatz der Initiative Gründerzeitviertel herausstreichen. Im vergangenen Jahr hatte die Initiative, die sich für die städtebauliche Gestaltung des Schillerplatzes und viele Aktivitäten einsetzt, den Ehrenamtspreis NRW 2018 erhalten. Beim Projekt „Viertelidentität durch Schaffung von Begegnungsorten“ hatte sie sich unter 234 mitbewerbenden Organisationen, Initiativen und Gruppen behauptet. Nun besuchte Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes, die Preisträger auf ihrer „Zwischen Kaffee-Stop“-Tour.

Erste Anlaufstelle war das Restaurant „Van Dooren“ mit Blick auf den Schillerplatz. „An diesem Platz begann unser Engagement“, erzählte Philipp Molitor, Mitbegründer der Initiative. Arne Dorando überreichte dem Gast aus Düsseldorf das von ihm und Ute Gruben geschriebene Buch über das Viertel. Im Zeitraffer fassten Molitor und Dorando Stationen des Schillerplatzes zusammen, der nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr zugebaut wurde und zeitweise zum „Angstraum“ mutierte. „Es war unser Anliegen, den Platz wieder zu einem Treffpunkt zu machen“, sagte Molitor. Er äußerte die Hoffnung, dass der mit der dritten Bauphase zusätzlich entstehende Raum auch von der Gastronomie genutzt werde. Die Boulevardeichen seien noch nicht in der Pubertät und würden mit den Jahren üppige Kronen entwickeln. „Am schönsten finden wir es, wenn sich abends hier 50 bis 60 Leute von sich aus treffen“, sagte Dorando.

Beim Rundgang durch das Viertel war Milz sehr angetan von dem kleinen Platz „Alte Tanke“. Das Areal sei vermüllt gewesen und als wilder Parkplatz genutzt worden, dann aber von der Initiative mit Anwohnern und einem Budget der Stadt einladend gestaltet worden, so Dorando. Begeistert von der offenen Grünanlage auf dem Konrad-Adenauer-Platz erkannte Milz die Option, vielleicht gemeinschaftlich mit ansässigen Sportvereinen ein Bewegungsangebot zu entwickeln. Überrascht bemerkte sie beim Rundgang, wie kurz die Wegstrecken zu Hauptbahnhof und Minto sind. „Das sollte man nicht vermuten, wo das doch so ein richtiges Wohnviertel ist“, sagte Andrea Milz.

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