Mönchengladbach: Rhythm’n’Blues als Sommer-Event

NEW-Musiksommer: Rhythm’n’Blues als Sommer-Event

Beim NEW-Musiksommer standen diesmal die Mönchengladbacher Musiker der „Stanley Beamish Blues Band“ auf der Bühne im Bunten Garten. Hunderte Besucher genossen das Konzert in entspannter Ferienstimmung.

Auch beim fünften Konzert in der Reihe NEW-Musiksommer hat das Wetter mitgespielt. Sonnenschein und Temperaturen unter 30 Grad  schafften den Rahmen für gelungene zwei Stunden Open-Air-Klänge auf der Spielwiese Bunten Garten. Auf der Bühne standen diesmal die Mönchengladbacher Musiker der „Stanley Beamish Blues Band“.

Die Besucher nehmen auf Stühlen und Decken oder im Schatten der Bäume Platz, warten gespannt auf die angekündigten Blues-Klänge. Viele kennen die Band vom vergangenen „Eine-Stadt-Fest. „Dieses Jahr ist es uns gelungen, sie hierher zu holen“, freut sich Mickey Bernard von der organisierenden Agentur. Die „Stanley Beamish Blues Band“ erzählt mit ihrer Musik die „Story des Blues“, von Liebe und Herzschmerz, nimmt die Besucher mit auf eine Reise von St. Louis über Memphis nach Minnesota.

„Wir haben uns am 28. Mai 1989 gegründet und werden nächstes Jahr in dieser Besetzung 30 Jahre alt“, sagt Tom Haberland, Sänger und Mitgründer der Band. Leider verstarb 2006 der Saxophonist Gerd Reinardy und hinterließ zunächst eine Lücke. Vor drei Jahren stieß dann Johannes Seidemann als Saxophonist dazu, sodass die Gruppe seither wieder komplett ist. An der Gitarre steht Lemmy Lehmann, Dieter Piske spielt den Bass und Uwe „Jui“ Kivelitz das Schlagzeug.

„In manchen Konzerten spielen wir mit guten Musikerfreunden wie Francis Norman, der heute in der zweiten Hälfte des Konzerts an der Bratsche mitspielt“, kündigt Haberland an und verrät: „Bratsche und Blues – das passt fantastisch.“

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Die Wurzeln sind bei Louis Armstong, Mahalia Jackson und anderen Legenden dieser Zeit. Das Repertoire der Rhythm’n’Blues-Band hat sich über die Jahre entwickelt. „Wir haben einige Zeit englischen Rhythm’n’Blues gespielt. Dann eher amerikanische Interpreten wie Stevie Ray Vaughan bevorzugt, auch an den großen alten Meistern wie B.B. King oder Muddy Waters haben wir uns orientiert, aber festgestellt, dass man die Musik dieser Meister nicht kopieren kann“, sagt Haberland. „Wir suchen uns schöne Stücke und interpretieren diese, so haben wir es geschafft unseren eigenen Stil zu kreieren.“

Das Repertoire der Band umfasst mehrere hundert Songs. „Wenn wir jedes Stück, das wir bereits gespielt haben, spielen würden, hätten wir ein Programm von acht Stunden.“ Alle Musiker gehen anderen Tätigkeiten nach und spielen nur zum Spaß. „Es ist einfach die tollste Beschäftigung der Welt“, sagt Haberland. Der Bandname „Stanley Beamish“ kommt aus einer Fernsehsendung der 1960er. So hieß der Titelheld der Serie „Immer wenn er Pillen nahm“. Darin ging es um einen rothaarigen Tankwart, der etwas verrückt war und durch die Pille Superkräfte entwickelte.

Die Konzertreihe Musiksommer ist gesponsert von NEW, das betrifft die Infrastruktur, Organisation und Band. Die Besucher sind aufgerufen ihre Anerkennung für die Musik in einer kleinen Spende für ein soziales Projekt zu zeigen. Jeden Sonntag kommt der Spendenbetrag einem anderen Projekt zugute - in dieser Woche ist es die Drogenberatung in Mönchengladbach. Achim Brassler der für diese Organisation arbeitet, erklärt, dass mit dem Geld die Situation der Kinder in Familien mit Drogenproblematik verbessert werden soll. „Wir möchten, dazu beitragen, dass diese Kinder ein Stück Normalität leben können.“ Mit Ferien- und Spielprogramm sowie wöchentlichen Freizeitnachmittagen. Dafür konnte die stattliche Summe von 1652,09 Euro gesammelt werden.

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