Weihnachtskonzert in Mönchengladbach „Kleine Messe“ von Rossini schlägt große Wellen

Mönchengladbach · Mit der „Petite Messe solennelle“ hatte sich Kantor Pascal Salzmann ein gar nicht so kleines Werk vorgenommen. Wer mitsang, und wie die Aufführung gelungen ist.

 Die Rheydter Kantorei sang unter der Leitung von Pascal Salzmann die „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini.

Die Rheydter Kantorei sang unter der Leitung von Pascal Salzmann die „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini.

Foto: Markus Rick (rick)

Als Rossini am Ende seines Lebens seine „Petite Messe solennelle“ komponierte, wollte er nicht nur seinem Auftraggeber, sondern auch dem lieben Gott gefällig sein. Und in seiner Widmung versprach er sich dann auch unverblümt die Eintrittskarte ins Paradies von seinem Werk, das mit gut 90 Minuten Dauer ja ganz und gar nicht „klein“ ausgefallen war. Und „feierlich“ nun auch nicht wirklich. Denn irgendwie konnte der Star der Opernszene seiner Zeit nicht aus seiner Haut, die vom Stil der „Diebischen Elster“ und anderen Blockbustern durchtränkt war. So hört sich etwa das „Qui tollis“, das von den Sünden der Welt und dem gnädigen Erbarmen kündet, wie ein Bootsausflug auf der Seine an: Der Flügel schlägt sanfte Wellen, vom Harmonium weht ein azurblaues Sommerlüftchen, und Alt und Sopran ergehen sich in wohlfälligen Sext-Girlanden. Auch andernorts im lateinischen Messtext hüpft und tanzt Rossinis Musik so augenzwinkernd daher, dass Schmunzeln die Grundbefindlichkeit des Publikums in der Evangelischen Hauptkirche gewesen sein dürfte, in der Pascal Salzmann die Kantorei, vier Solisten und die beiden Solisten an den Tasteninstrumenten beherzt anleitete.