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Mönchengladbach: Pinchas Zukerman gastierte im Wickrather Kunstwerk

Mönchengladbach : Der Geiger Pinchas Zukerman begeisterte im Kunstwerk

Mit ihm konzertierten die Musikerinnen Angela Cheng (Klavier) und Amanda Forsyth (Cello).

Pinchas Zukerman zu einem Konzert verpflichtet zu haben, darf der Initiativkreis Mönchengladbach für sich zweifellos als großen Erfolg verbuchen. Der 1948 in Tel Aviv geborene Geiger schaffte schon sehr früh den Sprung in die geigerische Oberklasse und machte sich schnell nicht nur als Solist, sondern auch als Kammermusiker einen Namen.

Und natürlich kann er in der Wahl seiner Mitspieler anspruchsvoll sein. Das durfte man auch im Kunstwerk Wickrath wahrnehmen, wo das begeistert aufgenommene Zukerman-Trio mit den kanadischen Musikerinnen Angela Cheng (Klavier) und Amanda Forsyth (Cello) durch Souveränität beeindruckte.

Von den solistischen Qualitäten der drei Musiker konnte man sich gleich zu Beginn in Beethovens Variationen über das muntere Lied „Ich bin der Schneider Kakadu“ überzeugen. Da gab es Solopartien für alle Instrumente, und die kamen wie erwartet ohne Fehl und Tadel. Da der Komponist die Variationen in sehr unterschiedlichen Stimmungslagen konzipiert, konnten die Musiker neben ihren technisch-virtuosen Qualitäten auch ihre differenzierte musikalische Ausdrucksfähigkeit unter Beweis stellen.

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Eine reife Wiedergabe war auch im zweiten Teil mit dem Trio Nr. 2 C-Dur op. 87 von Johannes Brahms zu hören. Kraftvoll erklangen die Ecksätze, erfrischend das originelle Scherzo, romantisch der zweite Satz.

Auf großes Interesse stieß beim Publikum auch ein Werk des hierzulande kaum bekannten Anton Arenski (1861 -1906). Der in Nowgorod geborene russische Komponist wurde 1889 Professor am Moskauer Konservatorium; mehrere seiner Studenten entwickelten sich zu angesehenen Komponisten, so etwa Sergei Rachmaninow und Alexander Skrjabin. Die Interpretation von Arenskis Trio Nr. 1 op. 37 gefiel in der Gegensätzlichkeit zwischen zarter Melancholie, markiger Vitalität und gelegentlich einem Hauch von fast wienerischem Salon-Charme.

So richtig wienerisch wurde es schließlich noch nach begeistertem Beifall bei der Zugabe, Fritz Kreislers „Marche Miniature Viennoise“.