Mönchengladbach: Opernstudio - eine Erfolgsgeschichte

Theater Krefeld/Mönchengladbach : Opernstudio – eine Erfolgsgeschichte

Vor gut sieben Jahren wurde am Theater Krefeld/Mönchengladbach eine praxisbezogene Ausbildungsstätte eingerichtet.

Bereits in der achten Saison bildet das Theater in Zusammenarbeit mit den Musikhochschulen Düsseldorf und Köln junge Gesangstalente und angehende Korrepetitoren mit Dirigier-Ambitionen aus. Nun stellt sich das bisher allein auf die Musiktheater-Sparte ausgerichtete Unternehmen breiter auf. „Aus der Keimzelle Opernstudio ist inzwischen ,Das Junge Theater’ erwachsen“, sagt Operndirektor Andreas Wendholz, Initiator der praxisorientierten Ausbildungsstätte. „Das Opernstudio Niederrhein ist Teil eines dreijährigen Förderprogramms geworden, das im Rahmen des Projekts Neue Wege durch das Kulturministerium und das Kultursekretariat NRW ermöglicht wird“, erklärt der Chef des Musiktheaters. So kommt es, dass unter den neuerdings zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten auch ein Schauspieler und zwei Ballett-Elevinnen zu finden sind.

Das Oernstudio setzt außerordentlich rege Aktivitäten frei. So sind die derzeit je zwei Sängerinnen und Sänger stark eingebunden in den Vorstellungsbetrieb des Musiktheaters. Und auch ehemalige Mitglieder wie Panagiota („Penny“) Sofroniadou , Valerie Eickhoff,  James Park oder Alexander Kalina verstärken in wichtigen Rollen die Arbeit des Ensembles in Mönchengladbach und Krefeld. „Penny Sofroniadou und Valerie Eickhoff haben es beim Gesangswettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh unter 43 von 1500 Teilnehmern in die Finalrunden geschafft“, berichtet Wendholz. Die griechische Sopranistin ist am kommenden Dienstag, 19. November, in der letzten Vorstellung der Oper „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös auf der großen Bühne in Rheydt zu erleben. Es dirigiert Ex-Opernstudio-Zögling Yorgos Ziavras. Es gibt noch Karten. Und am 23. November ist Sofroniadou als Titelsängerin der Kammeroper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigori Frid zum letzten Mal im Bunker Güdderath im Einsatz. „Yorgos wird übrigens im nächsten Jahr an der Athener Nationaloper eine Vorstellungsserie der Operette Die Fledermaus dirigieren“, weiß Andreas Wendholz. Die On-stage-Produktion „Der goldene Drache“ wird voraussichtlich im Sommer 2020 ein Gastspiel beim Athen-Festival in der griechischen Hauptstadt haben. „Zurzeit laufen die Verhandlungen“, informiert der Operndirektor.

Ab heute, Montag, treffen sich die vier Gesangsstipendiaten am Theater zu einem Meisterkurs mit dem renommierten Düsseldorfer Gesangsprofessor Konrad Jarnot. Vier Tage lang wird er Maya Blaustein (Sopran), Boshana Milkov (Mezzosopran), Woongyi Lee (Tenor) und Guillem Batllori (Bariton) stimmbildnerisch „schleifen“ und ihnen gute Tipps fürs solistische Vorankommen geben. Am 1. Dezember singen die vier mit bei der festlichen Operngala im großen Rheydter Theatersaal. Dabei werden die Solisten als Quartett eine Szene aus der in Krefeld angelaufenen Opernproduktion „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi vortragen. Der Katalane Batllori singt die Arie des Falstaff aus der gleichnamigen Verdi-Oper. Alle vier sind in der Inszenierung, die in der nächsten Spielzeit nach Mönchengladbach übertragen wird, besetzt. Nächste Vorstellung im Theater Krefeld: 20. November, 19.30 Uhr.

Yorgos Ziavras wird in Athen dirigieren. Foto: Matthias Stutte
In der Zauberflöte gehörten gleich vier Mitglieder des Opernstudios zu Besetzung. Foto: Matthias Stutte

Ihr Rollendebüt als Zarentochter Xenia in der Mussorgskij-Oper „Boris Godunow“ gibt die in Jerusalem geborene Sopranistin Maya Blaustein am 22. November, ebenfalls in Krefeld. Die Erfolgsstory geht weiter.