Mönchengladbach: "Movies in Concert" im Comet Cine Center 10./11.11.

Konzert : Große Filmmusik im Comet-Cine-Center

Bei der zweiten Auflage von „Movies in Concert“ haben das Jugendblasorchester und das Jugendsinfonieorchester gemeinsam die Klassiker der Filmmusik interpretiert. Die Konzerte waren drei Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft.

Steven Spielberg, David Cameron, George Lucas und Peter Jackson sind weltbekannt als Regisseure von Filmen wie „Jurassic Park“, „Avatar“, der „Star Wars“-Reihe und der Trilogie „Der Herr der Ringe“. Weniger bekannt hingegen sind John Williams, Klaus Badelt und Howard Shore. Die Komponisten schreiben größtenteils Musik für Filme. Einige ihrer Werke und Werke anderer Komponisten haben das Jugendblasorchester (JBO) und das Jugendsinfonieorchester (JSO) der Musikschule der Stadt Mönchengladbach bei den zwei Filmkonzerten „Movies in Concert“ am Wochenende im Comet-Cine-Center aufgeführt.

Das Programm der beiden Orchester las sich wie eine Zusammenstellung der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Klassiker wie Mary Poppins und Tarzan fanden ihren Platz neben Blockbustern wie Star Trek und der Filmreihe „Fluch der Karibik“. John Williams war mit der Filmmusik zu „Star Wars“, Howard Shore mit dem „Herr der Ringe“ und Klaus Badelt mit „Pirates of the Caribbean“ vertreten.

„Inspiriert ist das Konzept von der Show ,Disney in Concert‘“, sagte Initiator Markus Brinkmann, Marketingchef des Comet-Cine-Center und Moderator des Konzerts. „Ich habe eines der Konzerte besucht und dachte mir: ,Das müsste doch auch mit eigenen Mitteln zu stemmen sein.’ Letztes Jahr haben wir in kleinerem Maßstab angefangen. Dieses Jahr hängt die Messlatte höher.“ Die Musiker schienen die von Brinkmann gesetzte Messlatte überspringen zu wollen. Über 130 Musiker waren in den Orchestern aktiv, insgesamt rund 180 Personen an den Konzerten beteiligt. Der Clou des Konzerts: Die Musikschüler haben im Kinosaal vor der Leinwand synchron zu eigens zusammengestellten Filmausschnitten gespielt. Da sprang Tarzan zu Klarinettenklängen durch den Dschungel und Mary Poppins wurde nicht nur live gesungen, sondern flog begleitet von Posaunenklängen über die Leinwand.

Das sei eine besondere Herausforderung gewesen. „Wir haben vorher genau gemessen, wie lange die Stück dauert, dann hat das Kino die Länge der Sequenzen genau darauf abgestimmt“, sagte John Kikken, Dirigent des Jugendblasorchesters. Er hat für die Konzerte das letzte Mal in offizieller Funktion als Dirigent des JBO den Taktstock erhoben. „Das war nochmal ein echtes Highlight.“

Insgesamt rund 600 Besucher waren zu den Filmkonzerten gekommen. Die Eintrittskarten waren drei Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft. Bei den Titeln aus dem Film „La La Land“ sprang die Begeisterung der Musiker im JBO auf das Publikum über. Der mit sechs Oscars prämierte Musicalfilm spielt in Los Angeles, und Markus Brinkmann zog die Parallele zum Konzert: „Wer braucht Los Angeles, wenn er Mönchengladbach haben kann?“ Spannung kam im Saal auf, als die Musik des Films „Spiel‘ mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone erklang. Hier wurde das Jugendsinfonieorchester, dirigiert von Christian Malescov, von einem Mundharmonikaspieler mit Cowboyhut unterstützt. „Sehr authentisch“, kommentierte Brinkmann, und sagte abschließend: „Die Planung für die nächste Auflage steht schon in den Startlöchern.“

Mehr von RP ONLINE