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Mönchengladbach: Literarischer Sommer mit Abschluss des Romanzyklus "Das Büro"

23. Literarischer Sommer in Mönchengladbach : Abschied von Maarten Koning

Schauspieler Ronny Tomiska las ein letztes Mal aus dem Romanzyklus „Das Büro“. Passend zur Atmosphäre des Werks von Voskuil fand der 23. Literarische Sommer im Lager und Archiv der Stadtbibliothek statt.

Sieben Literarische Sommer lang begleitete Johannes Jacobus Voskuils Romanzyklus „Das Büro“ Mönchengladbacher Literaturfreunde. Zur 23. Auflage des trinationalen Lesefestivals ist nun Schluss mit der siebenbändigen Fortsetzungsgeschichte, zumindest als Lesung mit dem Schauspieler Ronny Tomiska.

Das Ensemblemitglied des Gemeinschaftstheaters Krefeld-Mönchengladbach las aus Gerd Busses deutscher Übersetzung des letzten Bandes des niederländischen Bestsellers. Passend zur beschriebenen Büroatmosphäre des Protagonisten wurde für die Lesung wie im Vorjahr das Lager und Archiv der Stadtbibliothek an der Krefelder Straße 423 gewählt.

Zur Begrüßung erzählte Projektleiter Arno van Rijn vom Erfolg der niederländischen Reihe, die auf über 5.200 Seiten vom Berufsleben des Volkskundlers Maarten Koning und seiner dadurch bedingten Beschäftigung mit Wichtelmännchen und Mittwinterhörnern erzählt. Der abschließende Band ist schwarz eingebunden. „Keine Sorge, das ist kein Trauerbuch“, beruhigte Tomiska angesichts der düsteren Farbe und des Titels „Der Tod des Marten Koning“. Doch er gestand, wegen des anstehenden Abschieds ein wenig wehmütig zu sein. Die Besucher hatten auch dieses Mal reichlich Gelegenheit zum Schmunzeln über die geschilderten Absurditäten im alltäglichen Miteinander der Figuren. Doch ein Hauch von Melancholie prägt ebenso die Passagen, die einen in sich gekehrten Helden vorstellen. Zu Beginn des Abschlussbandes ist Koning pensioniert, und er tut sich offensichtlich schwer mit dem Abschied von der Büroroutine wie auch mit seinem Nachfolger, der einen neuen Kurs einschlägt.

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Tomiska ließ über Stimme, Gestik und Mimik das Personal des Romans sowie Konings Gemütslagen anschaulich lebendig werden. Für das Finale wählte er die Passage über Konings Traum, dass er zu Grabe getragen werde.

Für das Erwachen bescheinigt der Autor seinem Protagonisten ein Gefühl von uferloser Traurigkeit. Das Bild der Traurigkeit übertrug Projektleiter van Rijn zum Abschluss auf den Abschied vom Romanzyklus innerhalb des Literarischen Sommers.