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Mönchengladbach: Leer stehende Hauptpassage wird zum „Marché de l’Art“

Kurzkritik : Kunst und Antikes auf 200 Quadratmetern

Im Kampf gegen den Leerstand in der Rheydter Innenstadt gibt es wieder Raum für Kreatives: Am Wochenende war es ein besonderer Kunstmarkt.

An zwei Tagen wurde die Hauptpassage in Rheydt zum 1. „Marché de l’Art“. Ein großer Titel für eine übersichtliche Veranstaltung, aber: „Wir brauchten einen guten Namen“, wie Veranstalter Ulrich Wateler augenzwinkernd erklärt. Der Mönchengladbacher Unternehmer hat im August 2019 die Räume in der Passage auf der Hauptstraße in Rheydt angemietet, renoviert und hergerichtet. Sein Traum: „Ich möchte etwas Nachhaltiges machen, etwas, das auch der Stadt etwas bringt.“

Er bietet Ateliers und Ausstellungsräume an, aber auch „Working spaces“, also Büros auf Zeit. Am stärksten, so Wateler, werde sein Angebot von Kreativen genutzt. Daraus entstand schließlich die Idee, eine Reihe von Kreativen aus Mönchengladbach und Umgebung zu bündeln und ihnen für ein Wochenende die Möglichkeit zu geben, gemeinsam auf den 200 Quadratmetern „Kunst, Antikes und Liebenswertes“ auszustellen, sagt Wateler.

Ein kunterbuntes und sehr gemischtes Bild zeigte sich dementsprechend den Besuchern: Bildhauer wie Werner Albrecht und Edmund Zemanek, die Maler Jara Stehlikova, Elgin Heisig, Benedict A. Johnson, Ulla Straßburger und Margarete Meertz sowie der Raumausstatter Karl-Heinz Poos präsentierten Beispiele ihrer Arbeiten.

Der Volksverein bot eine Auswahl besonderer und besonders alter Bücher aus den Bereichen Wissenschaft und Heimatkunde zum Verkauf an. Monika Blankertz und Judith Fernandez hatten alte Gläser, Geschirr und Porzellanfiguren auf den Tischen ausgebreitet. Aus Wegberg war Jan-Dirk Pauls mit seinen Grammophonen und Schellack-Platten angereist, die er gerne vorführte und einen Hauch von Nostalgie verbreitete.
SIGRID BLOMEN-RADERMACHER