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Mönchengladbach: Kunstraum No. 10 zeigt Jubiläumsausstellung

20 Jahre in Mönchengladbach : Kunstraum No. 10 feiert Jubiläum mit Arbeiten in Boxen

Fotografen, Bildhauer, Maler und Keramiker haben Werke zu einer Ausstellung beigetragen. Sie alle haben das gleiche Format, das von einer kleinen Holzkiste vorgegeben wird.

Die Basis ist gleich – das Ergebnis so vielfältig, dass es den Besucher in Erstaunen versetzt. Die Basis, das ist eine Holzbox in den Maßen 20 x 20 x 6 Zentimeter. Die schickten die Betreiber des Kunstraums No. 10, Andreas Beumers und Judith Dahmen-Beumers, an ihre Künstler: Fotografen, Bildhauer, Maler, Keramiker. Die alle fanden einen fantasievollen Weg, die Box zu verwandeln.

20 Jahre Kunstraum No. 10, mehr als 130 Ausstellungen, über 80 Künstler – das ist schon eine Festpräsentation wert. Eigentlich hätte sie zu Beginn des Jahres stattfinden sollen, doch die Pandemie kam dazwischen. Seit dem Wochenende ist es nun soweit: 44 Künstler – und damit diejenigen, die mehrfach in der Galerie ausstellten – haben sich beteiligt und die ihnen zur Verfügung gestellte Holzbox gestaltet.

Sehr zur Freude der Besucher, können diese sich doch das spielerische Vergnügen machen, ohne den Blick auf die Titelliste herauszufinden, welcher Künstler für die jeweilige Box zuständig ist. Vor allem können sie unterschiedlichen Boxen genießen.

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Günther Zins‘ Arbeiten könnte man „Zeichnungen im Raum“ nennen. Aus Edelstahlstäben entwickelt er augentäuschende Plastiken. Nun steckt eine dieser typischen Formen in der Holzbox und wirft ihre Schatten auf die Rückwand.

Ada Blochwitz ist bekannt für ihre reduzierten Tierdarstellungen. Zwei schwarze Vögel füllen den Raum der weiß bemalten Box aus. Die offene Seite hat Blochwitz mit Stäben verschlossen. Nun sitzen die Vögel im Käfig.

Hannes Forster war im Januar 2001 der erste Künstler, der in der Galerie ausstellte. Sein Beitrag 20 Jahre später: Er greift das Quadrat der Box mit einer Lage Filz auf, in die er kleine Kreuze schneidet oder ein Dreieck oder ein Quadrat andeutet.

Mit den Maßen gespielt hat Brigitte Gmachreich-Jünemann: Sie faltet ihre Radierung wie ein Leporello zusammen und steckt sie in die Box – bewegte Kunst.

Ein Jubiläum ist immer Anlass für den Blick zurück, aber auch nach vorne. „Wir peilen als Nächstes erst einmal den 25. Geburtstag an“, sagen Andreas Beumers und Judith Dahmen-Beumers, „und dann schauen wir weiter.“

Für den Moment ist das Galeristenpaar begeistert über die Vielfalt der Boxen, die die Künstler eingeliefert haben, sowie über die positive Reaktion der Galeriebesucher.

An der Ausstellung sind auch sieben Künstler aus dem Kreis Heinsberg beteiligt: Dirk Gottfriedt, Karl-Heinz Laufs, Uwe Piper, Ingrid Pusch, Michel Saran, Walter Verwoert und Christa Walters. Weitere Info auch unter www.raum-fuer-kunst.de.

Die Ausstellung zum Jubiläum des Kunstraums an der Matthiasstraße 20 ist bis zum 19. Dezember freitags von 17 Uhr bis 19 Uhr und am Wochenende von 14 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Der 2G-Nachweis sowie das Tragen einer FFP-2-Maske sind vorgeschrieben.