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Mönchengladbach: Kulturausschuss befasst sich mit Folgen der Pandemie

Pläne für Mönchengladbach : Wie Kultur in der Pandemie funktioniert

Beigeordneter Gert Fischer stellt im Kulturausschuss Finanzhilfen des Landes Nordrhein-Westfalen für das nächste Jahr in Aussicht.

Der Kulturausschuss tagte hygienekonform auf Abstand. Auch inhaltlich war die Corona-Pandemie  neben den Planungen für 2021 beherrschendes Thema in der Mehrzweckhalle. Der Beigeordnete Gert Fischer sagte, die finanziellen Folgen für die Kultur seien überschaubar. Das Land NRW wolle mit einem Sonderprogramm Theatern coronabedingte Schäden in 2021 ersetzen. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob die wirtschaftlichen Grundlagen für Kulturschaffende ohne institutionelle Absicherung zu bewältigen seien. Er warnte vor der Erwartung, nach der Krise werde alles wieder so sein wie vor der Krise.

Zur Jahresplanung der Bibliotheken berichtete Brigitte Behrendt von räumlicher Weiterentwicklung und inhaltlich ergänzenden Konzepten. Die Pop-up-Bibliothek auf 600 Quadratmetern im Vitus-Center während des Umbaus an der Blücherstraße bezeichnete sie als ein Labor für neue Ideen. Zu den Hauptaufgaben des Stadtarchivs im kommenden Jahr zählte Stadtarchivleiter Helge Kleifeld das Forschungsprojekt zur Überlieferung des in der Zeit der Nazi-Herrschaft eingerichteten   Erbgesundheitsgerichts Mönchengladbach. Als Leitmotiv für das kommende Jahresprogramm im Museum Abteiberg bezeichnete Susanne Titz den 1921 geborenen Künstler Joseph Beuys. Er hatte in Mönchengladbach 1967 seine erste große Ausstellung. Karlheinz Wiegmann berichtete für das Museum Schloss Rheydt von dringend notwendigen baulichen Maßnahmen an der Brücke beim Herrenhaus, am Aufzug und in den Außenanlagen. Die Digitalisierung der Sammlung sei nötig, um auch für Jüngere sichtbar zu sein. Als hochinteressantes Projekt hob Musikschulleiter Christian Malescov das Angebot von Musikprojekten für Geflüchtete hervor. Es werde zurzeit an acht Schulen inklusiv durchgeführt. Die Musikschule arbeite an einer Flexibilisierung der studienvorbereitenden Ausbildung und reagiere damit auf Anforderungen der Hochschulen. Das Kulturbüro werde die freie Szene weiter begleiten, versicherte Birte Wehmeier. Als größten Baustein des kommenden Jahres bezeichnete sie die Ensemblia in einer Neukonzeption.