Konzerte in Mönchengladbach Warum die Dvorák-Messe im Kolumbarium erklingt

Mönchengladbach · Das 50-köpfige Ensemble führt regelmäßig große Chorwerke auf – seit Jahrzehnten. Mit der minimalistischen Orgelfassung des sakralen Werks beschreitet es neue Wege.

 Das Gesangsensemble singt im St. Kamillus Kolumbarium.

Das Gesangsensemble singt im St. Kamillus Kolumbarium.

Foto: Niederrheinischer Konzertchor

Der Niederrheinische Konzertchor singt am Donnerstag, 28. September, um 19.30 Uhr die Messe in D-Dur von Antonin Dvorák unter der Leitung von Michael Preise. Die Aufführung findet im St. Kamillus-Kolumbarium statt – aus gutem Grund.

Josef Hlávka, Architekt und Gründer der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste, wollte die neue Kapelle seines Schlosses Lužany besonders würdig einweihen. Er beauftragte deshalb Antonin Dvořák, eine Messe zu komponieren, die selbst in einer kleinen Kirche wirken würde. Die Uraufführung der Orgelfassung am 11. September 1887 auf Schloss Lužany bewies, dass Dvořák auch ohne opulenten Chor und ohne großes Orchester ein Publikum mit seiner Musik verzaubern konnte.

Einen ähnlichen Ort findet der Konzertchor im Kolumbarium St. Kamillus. Mit seinen 150 Sitzplätzen gleicht der Raum der Schlosskapelle und bietet auch die von Dvořák vorgegebene Orgel.

Dvorak schafft in diesem Werk, einen sakralen Text musikalisch zu fassen und gleichzeitig die heitere, unbeschwerte Atmosphäre der böhmischen Landschaft einzufangen. Die Solopartien sind Charlotte Schäfer, Sopran, Anne Heßling, Alt, Wolfgang Klose, Tenor, Junwhi Peter Park, Bass.

Der Eintritt ist frei.

(RP)