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Mönchengladbach: Konzert des Theaters und des Gemeinschaftsorchesters auf der Burg Brüggen

Mönchengladbach : Großer Spaß mit den Galgenliedern

Mitglieder des Theaters Mönchengladbach gaben ein Konzert in der Burg Brüggen.

In einer zweistündigen Konzertmatinee trafen die munteren Fantasiegesellen nacheinander ein: der Rabe Kolk, der Moosfrosch, das Knie auf Wanderschaft, der vegetarisch lebende Hecht, das Mondschaf, der wendige Palmström und die Schimäre Korf. Kenner wissen nun, dass von Kunstfiguren des genialen Sprach-Klamaukiers und Wortzerpflückers Christian Morgenstern die Rede ist. Sein reiches dichterisches Schaffen stand Pate für ein Konzert, das Mitglieder des Theaters Mönchengladbach und des Gemeinschaftsorchesters liebevoll in der Brüggener Burg zelebrierten. Dabei sang die Mezzosopranistin Katharina Ihlefeld Liedvertonungen, die der Bratschist Holger Hockemeyer vertont hatte. Theater-Pianist André Parfenov und Cellist Konrad Philipp begleiteten sie.

Da aus den Gedichten Morgensterns vordergründiger wie auch tiefgründiger Humor hervorblitzt, da hier vielfältige Emotionen hervortreten, die wiederum aalglatt verschwiegen werden, wünschte ich mir einen großen Tonumfang“, erläuterte der 63-jährige Hockemeyer sein kompositorisches Leitbild. Dieses realisierte er in einer Spreizung des Klangraums zwischen Frauenstimme, sonorer Tenor-/Bariton-Lage des Cellos und einem markant akzentuierten Klaviersatz in der Mittellage. Theater-Inspizient Joachim L. Bähr unterhielt die zahlreichen Gäste bestens mit klugen Hintergrund-Infos und als Sprecher mit kraftvollen Rezitationen der Morgenstern’schen Galgenlieder.

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Einen weiteren Zyklus aus dieser Sammlung sang der renommierte Bass-Bariton Volker Mertens, der mit mimischem Aplomb und perfekter Intonation Morgenstern-Vertonungen des Komponisten Paul Graener (1872 – 1944) zum Besten gab. Es wäre prima, wenn sich für dieses imposante Programm auch in Mönchengladbach ein passender Aufführungsort fände. Vielleicht im Theaterstudio oder im Rittersaal von Schloss Rheydt?