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Mönchengladbach: Kölsche Tön beim NEW-Musiksommer

Mönchengladbach : Kölsche Tön beim NEW-Musiksommer

Dass Kölsche Musik und Lebensart perfekt zum Sommer passen und nicht nur im Karneval für Stimmung sorgen, bewiesen Kempes Feinest und Rabaue bei ihrem Doppelkonzert. Der Kinderschutzbund freut sich über 2222 Euro.

„Oh, yeah, Oh yeah Oh, Oh, Oh!“ So tönt es über die Spielwiese im Bunten Garten. Das ist Kempes Feinest, das ist der NEW-Musiksommer. Gemeinsam mit den Rabaue machen sie „Ne Kölsche Frühschoppen“. Sängerin Nici Kempermann und die Band starten gleich voll durch und zeigen dem Publikum ihre „Schöne neue Welt“ Die Muttersprache ist Lachen, und die Welt hat für jeden einen Platz, der ihm gefällt. Rockig und schwungvoll startet der Song von Grete, der Meerjungfrau. Dem Publikum gefällt es, die Menschen klatschen und tanzen mit. Christel Kranwinkel ist begeistert: „Ich bin öfter dabei. Ich finde es gut, dass für einen guten Zweck gespendet wird.“

Nici Kempermann hält es nicht auf der Bühne, immer wieder geht sie auf die Wiese und tanzt mit. Einem Mini-Fan mit Gitarre gefällt es, er tanzt und spielt auf seinem Instrument. „Lot dat Föttche danze“, ist neu im Repertoire der Band, die sich wie Moderator Frank Nießen zu berichten weiß, „in der ersten Liga der Karnevals-Bands spielt.“ Der Anfang kommt noch ruhig daher, dann entpuppt sich Kempes Feinest als echter Stimmungsmacher, und kaum einen hält es auf Bänken oder Stühlen. „Die Melodie“ ist ein echter Klassiker im Kölschen Karneval. „Wir hatten die Ehre, es dem Kölner Festkomitee als Choreographie für die Gruppen zu überlassen.“, erklärt Nici Kempermann stolz. Und das ist unverkennbar. Der Rhythmus, die Melodie, man sieht direkt die Mariechen tanzen.

Zum Schluss wird der Rhythmus etwas schneller: So geht Kölsch auf Spanisch. Kein Thema für das Publikum, es kommt beim Klatschen locker mit. Kempes Feinest verabschiedet sich mit einem Lied, das in Mönchengladbach aus der Session 2016/2017 bekannt ist: „Wenn du nit danze kanns“ . Mit der zweiten Zugabe wird es nach einer ruhigen ersten wieder schwungvoll, „damit Rabaue nicht mit etwas Ruhigem starten müssen.“

In der Pause gehen traditionell die Spendendosen herum. Diesmal ist der Kinderschutzbund der Empfänger. 1600 Euro kommen zusammen. Doch Bernd Gothe, ist diese Zahl nicht karnevalistisch genug. Er rundet deshalb auf 2222 Euro auf.

Die Rabaue nutzen die lebhafte Vorlage der Vorgänger und verbreiten sofort Urlaubsstimmung. Mit dabei wieder der kleine Fan von Part eins, nur jetzt am Schlagzeug. Nach der Insel geht es wieder ins Rheinland, denn: „Bald ist wieder Fastelovend“, sagt Sänger Alex Barth, und der Song, „Mit dir ist Fastelovend“, passt da doch hervorragend. Das Publikum ist sofort mit von der Partie, klatscht in die Hände. Wer hier noch ruhig steht, ist selber schuld. Einen kleinen Seitenhieb auf die Borrussia kann sich Alex Barth als FC-Fan nicht verkneifen. Doch beim nächsten Song, startet er eine Versöhnungs-Offensive: „Egal, ob Geißbock oder Fohlen, wir leben am schönsten Fleck, den Gott erschaffen hat.“ Alex Barth schwenkt eine Borussia Fahne. Das Publikum johlt und applaudiert.

Karnevalistisch geht es weiter, denn die Nacht ist nicht zum Schlafen da. Auch der nächste Song, „Ich habe gute Laune, draußen scheint die Sonne“ passt absolut. Zum Schluss geben die Rabaue noch mal alles: „Wir machen die größte Freilichtdiskothek, die man gesehen hat.“ Man sieht nur noch die Hände der rund 1800 Besucher, und die Frage von Frank Nießen: „Hat es euch gefallen?“, ist eigentlich überflüssig.