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Mönchengladbach: Kleine Wintermusik im Wickrather Kunstwerk

Im Kunstwerk Mönchengladbach : So soll die „Kleine Wintermusik“ klingen

Ray Wilson, Ex-Sänger der Band Genesis, soll am 21. Januar eine Konzertreihe im Wickrather Kunstwerk eröffnen – sofern die Pandemie-Lage das erlaubt. Günter vom Dorp hat das Programm auf die Beine gestellt.

„Ich freue mich, wenn das wieder über die Bühne geht!“ „Das“ ist die „Kleine Wintermusik“. Und die Freude von Günter vom Dorp bezieht sich auf ausnahmslos jede der sechs Bands, die in der Konzertreihe auftreten. Vom 21. Januar 2021 bis zum 6. Februar 2021 sind die Konzerte der gar nicht so kleinen Wintermusik im großen Saal des Kunstwerks in Mönchengladbach-Wickrath zu hören. Insgesamt sind es sieben Aufführungen.

Das Jugendsinfonieorchester der Stadt Mönchengladbach geht gleich an zwei Abenden hintereinander, am Samstag, 23. Januar, und am Sonntag, 24. Januar, unter dem Motto „A Night in White Satin“ auf die Bühne. „Sie sind heiß aufs Spielen“, sagt Organisator vom Dorp. „Dass der Auftritt bei der Sommermusik in Schloss Rheydt ausfallen musste, war schon sehr schmerzhaft für die jungen Leute.“ Christian Malescov, Leiter der Musikschule, wird das Orchester ein wenig verkleinern, um die nötigen Abstände zwischen den Musikern auf der Bühne einhalten zu können. „Aber die Stückeauswahl“, so vom Dorp, „wird so arrangiert sein, dass das als Klangkörper gut funktioniert.“

Der Online-Vorverkauf für die „Kleine Wintermusik“ im Kunstwerk hat am 11. Oktober begonnen, und die Menschen bestellten in den ersten fünf Tagen bereits 1000 Tickets. „Gerade in dieser Zeit sind Konzerterlebnisse, die Emotionen wecken und uns Glücksgefühle schenken, ganz wichtig für unseren Alltag“, stellt vom Dorp fest. Und der Run auf die Tickets gibt ihm Recht.

250 Plätze können je Konzert angeboten werden, um das Hygienekonzept zu erfüllen. Allerdings weiß niemand, wie sich die Lage und die Bestimmungen hinsichtlich der Covid 19-Pandemie in den nächsten Monaten entwickeln. Aber die Hände in den Schoß zu legen, das kommt für den umtriebigen Konzertveranstalter vom Dorp nicht in Frage. Dass Kultur systemrelevant ist, steht für ihn fest. Trotz der Pandemie an der Sommermusik auf Schloss Rheydt festzuhalten, war eine richtige Entscheidung, findet er. Die Reaktionen der Gäste auf die Veranstaltungen im Park von Schloss Rheydt seien durchweg positiv gewesen.

Mit dem Gesundheitsamt wurde ein Hygienekonzept für die „Kleine Wintermusik“ abgesprochen, es gibt ein Einbahnwegesystem, die Getränkeausgabe wird dezentral organisiert. Ob die Musiker zweimal 45 Minuten auftreten oder ohne Pause 90 Minuten am Stück spielen, wie es derzeit häufig gehandhabt wird, soll kurzfristig entschieden werden.

Günter vom Dorp (70) ist seit 20 Jahren Konzertveranstalter. Von Haus aus Außenhandelskaufmann, hat er 30 Jahre für den Rundfunk gearbeitet, in der Musikredaktion, der Moderation. „Die schönste berufliche Zeit“, nennt er diese Jahre. Vor 20 Jahren dann machte er sich als Konzertveranstalter selbstständig.

Günter vom Dorp kennt die meisten Bands, die er nach Mönchengladbach holt. Um die Kleine Wintermusik zu organisieren, musste er mit Bands und möglichen Terminen ein wenig jonglieren, wie er sich ausdrückt. Ray Wilson beispielsweise, der Ex-Sänger von Genesis, hatte nur am Donnerstag, 21. Januar 2021, Zeit für einen Auftritt. Damit stand fest: Er soll den Konzertreigen eröffnen. Der schottische Sänger bringt seine komplette Band mit ins Kunstwerk. Stücke wie „Follow you, follow me“ oder „Jesus, He Knows Me“ stehen auf dem Programm.

Zwei bekannte Musiker aus Mönchengladbach konnte vom Dorp für die Wintermusik gewinnen: Der mitreißende Gitarrist Joscho Stephan aus Mönchengladbach spielt am Freitag, 22. Januar, im Quartett mit seinem Vater, dem Gitarristen Günter Stephan, dem Geiger Sebastian Reimann und dem Kontrabassisten Volker Kamp Gypsy Swing.

Am Freitag, 5. Februar, kommt die Mönchengladbacher Sängerin Chris Schmitt ins Kunstwerk und präsentiert Lieder deutscher Songpoeten wie Rio Reiser, Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer oder Johannes Oerding. Sie wird begleitet von den Booster-Bandkollegen René Pütz, Dennis Bowens und Rüdiger Tiedemann.

Das Duo Graceland spielt am Donnerstag, 4. Februar, in Mönchengladbach. Es versetzt die Zuhörer mit Liedern von Simon & Garfunkel wie „Sound of Silence“ und „Bridge over Troubled Water“ in die Zeit der 1960-er und 1970-er Jahre.

Den Abschluss macht „Maffay Pur“ am Samstag, 6. Februar. Wolfgang Terne, Sänger der Band, spielt das Repertoire des bekannten Sängers.