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Mönchengladbach: Kleine Sommermusik endet mit Volker Weininger

Kleine Sommermusik in Mönchengladbach : Volker Weininger nimmt Karneval-Begleiterscheinungen aufs Korn

Bei der letzten Veranstaltung der Kleinen Sommermusik stand Volker Weininger auf der Bühne. Die Organisatoren der Reihe ziehen eine positive Bilanz. Die meisten Events seien ausverkauft gewesen.

Es war kein Zufall, dass Günter vom Dorp den Blick in die fünfte Jahreszeit zur elften Veranstaltung der Kleinen Sommermusik ansetzte. Zum Abschluss kündigte Volker Weininger auf der Bühne am Schloss als „Sitzungspräsident“ eine grandiose Band an. Die kam natürlich nicht, doch der Kabarettist füllte die Wartezeit mit köstlicher Parodie und Persiflage auf karnevalistische Begleiterscheinungen und allgemein menschliche Eigenarten.

Mit Kölsch-Glas in der Hand mimte er einen angesäuselten Zustand mit parallel zur Zahl der Glockenschläge steigendem Pegel. Weininger karikierte Kölner Klüngel, wo einer einen kennt, der wiederum weiß, wer wichtig ist, wie auch die Überalterung von Vereinen, die mehr Geld für Grabschmuck als für den Rosenmontagszug sammeln. Dabei fand er köstliche Wendungen, schräge Pointen und plastische Bilder für die Phantasie.  Für den Schlussapplaus gab es eine Extraportion Witz und Biss.

Günter vom Dorp zog positive Bilanz: „Bei elf Veranstaltungen waren wir zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. Das gibt uns das gute Gefühl, das richtige Programm im breit gefächerten Angebot von Theater, Musik und Kabarett zusammengestellt zu haben. Es war uns wichtig, Kultur anzubieten und uns am Markt zu zeigen“, so der Veranstalter. Der Blick zum Himmel habe oft Nerven gekostet, das Wetter aber – abgesehen vom zeitweisen Regen am Zarzuela- und Heinz Erhardt-Abend – mitgespielt. Die besondere Schlossatmosphäre sei beim intimeren Format noch intensiver gewesen und von den Künstlern einstimmig als Besonderheit gelobt worden.

Finanziell bleibe unter dem Strich kein nennenswerter Gewinn. Der sei auch nicht zu erwarten gewesen. Vom Dorp betont, dankbar zu sein für die ehrenamtliche Unterstützung durch Familie und Museumsmitarbeiter sowie für den finanziellen Beitrag der Sparkasse. Er versichert: „Wir hoffen, dass irgendwann wieder normale Verhältnisse anfangen“.