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Mönchengladbach: Kees Barten stellt im [kunstraumno.10] aus

Ausstellung in Mönchengladbach : Horizonte der Landschaft

Der Maler Kees Barten zeigt seine Werke in einer Ausstellung in der Galerie Kunstraum No. 10. Inspiriert wurde er von der Natur.

Wer Kees Barten aus früheren Ausstellungen kennt, wird erstaunt und überrascht sein, wenn er die Ausstellung „Kees Barten: Open“ im Kunstraum No. 10 besucht.

Der 1953 geborene Maler, der in der Nähe von Maastricht lebt, „hat sich neu erfunden“, wie er es lachend nennt. Viele kleinformatige Arbeiten auf Leinwand oder Holz hängen an den Wänden der Galerie, die Bildträger sind zart mit sichtbaren, abstrakten Formen, die mal die Form des Bildträgers aufnehmen, mal von einer ansteigenden und abfallenden Linie charakterisiert sind – sie erinnern an Hausdächer, sind aber die Horizontlinien der Landschaft, in der Kees Barten lebt.

Es ist eine abstrakte Landschaft, eher die „Erfahrung der Landschaft“, sagt Barten, als ihre Darstellung. Folgerichtig gibt der Maler ihnen passende Titel wie „Naar de horizon“, Sneeuwlucht“, „Landschap“.

Kees Barten hat den Weg von der Monochromie und der Abwesenheit von Form zu einer neuen Sprache in Form und Farbe gefunden. Mit den früheren monochromen Arbeiten, die aus unzähligen Schichten von Farbe in einem oft monatelangen Prozess entstanden, sei er eines Tages vor einigen Jahren an einen Punkt gelangt, erzählt Kees Barten, an dem er nicht weitergekommen sei.

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Etwa zu dieser Zeit kam die Einladung der Galeristen Beumers aus dem Kunstraum No. 10, sich 2016 mit einer Arbeit an der Jubiläumsausstellung zu beteiligen. Vorgabe war der Außenumschlag des traditionellen Kataloges.

Kees Barten nahm sich fast ein Jahr Zeit, eine Idee dafür zu entwickeln. Zeit, in der er einen neuen Weg in seinem künstlerischen Prozess fand. Er füllte Skizzenbücher, um sich und seinen neuen Weg zu finden und auszuprobieren. „Diese Freiheit habe ich gesucht“, erkennt Barten im Nachhinein.

Täglich entstanden und entstehen heute noch kraftvolle Farbkompositionen, Collagen, klare Formen. Das Skizzenbuch des Malers wirkt wie ein kleines Versuchslabor. Aus ihm heraus entstehen die Ideen für die kleineren Arbeiten, wie sie an den Wänden des Kunstraum No. 10 hängen.

Seine Vorliebe für die kleineren Formate erklärt Kees Barten damit, dass sie eine stärkere Intensität besitzen, eine größere Intimität: Der Besucher muss nah an sie herangehen, um sie zu erleben. Dann ist er fasziniert von der Kombination aus Zartheit und Kraft, die aus den Bildern spricht.