Jugend in Mönchengladbach Jugendkulturlokal macht sich zum Blickfang

Mönchengladbach · Seit gut fünf Monaten gibt es an der Hindenburgstraße einen Kulturtreff für Jugendliche. Dieser hat nun einen Namen. Es sollen mehr Angebote hinzukommen.

 Schüler Floyd Langen verbringt viel Zeit im „JuLook“. Zusammen mit Koordinatorin Viviane Schnitzler und anderen Schülern plant und organisiert er Veranstaltungen für und mit Jugendlichen.

Schüler Floyd Langen verbringt viel Zeit im „JuLook“. Zusammen mit Koordinatorin Viviane Schnitzler und anderen Schülern plant und organisiert er Veranstaltungen für und mit Jugendlichen.

Foto: Angela Pontzen

Schon seit der Eröffnung am 31. März stand für die Projektkoordinatorin im Jugendkulturlokal an der Hindenburgstraße 12, Viviane Schnitzler, und vor allem für die Jugendlichen fest, dass für das Lokal ein neuer Name her muss. Ein Name, der leichter zugänglich ist, und etwas mit dem Leben im Lokal zu tun hat. Dieser ist nun gefunden: Das Jugendkulturlokal heißt nun offiziell „JuLook“.

Der Name ist ein Wortspiel aus den Begriffen Jugend und „look“ (englisch: schauen). „Wir möchten nicht nur mit unseren Aktionen, sondern jetzt auch im Namen zeigen, dass wir mit dem Jugendlokal sichtbar sind“, sagt Schnitzler. Und das „JuLook“ kann sich sehen lassen.

In den vergangenen fünf Monaten hat sich der Ort für junge Kultur unter den Jugendlichen als Anlaufstelle etabliert. Vor allem über die Sommerferien hat sich ein „harter“ Kern von Jugendlichen gebildet, der regelmäßig im „JuLook“ vorbeischaut und sich am Angebot beteiligt. Floyd Langen (16 Jahre) zählt dazu. Er ist Schüler am benachbarten „Huma“ und kommt in einer Freistunde mal kurz vorbei. „Hier lernt man neue Leute kennen, mit gleichen Interessen“, sagt Floyd. Außerdem schätze er, dass man „sich kreativ austoben und sich selbst einbringen“ kann.

Viviane Schnitzler gebe oft nur den Impuls dazu, dass Jugendliche Ideen äußern. Mit der Planungsgruppe von meist acht bis 15 Jugendlichen, die sich alle zwei Wochen trifft, werden dann Aktionen und Projekte organisiert und durchgeführt. Das Projekt „Drei Tage – drei Künstler“ war sehr erfolgreich. Gelaufen sind schon Foto-Workshops und Upcycling-Projekte. Nun möchte Schnitzler vermehrt regelmäßige Veranstaltungen anbieten, der Kochabend ist eine davon. Langfristig sollten mittwochs, donnerstags und freitags ab 15 Uhr feste Programmpunkte etabliert werden. Den Bedarf sieht sie gegeben, denn manche Einzelangebote mussten schon aufgrund der hohen Nachfrage verlängert werden.

Geplant sind Film- und Spieleabende. Jam-Sessions werden demnächst auch möglich, denn über den Finanztopf „Zukunftsprojekt“ werden Instrumente und eine Karaoke-Ausrüstung angeschafft. Die erste Session soll dann in der Jugendkulturnacht am 23. September stattfinden. Programm gibt es von 16 bis 22 Uhr. Da wird auch das neue Logo des „JuLook“ vorgestellt.

„Name und Logo sind in der großen Planungsgruppe mit 25 Jugendlichen entwickelt worden“, sagt die Koordinatorin. Passend zum Namen und „Sehen und Gesehen werden“ finden sich im Lokal überall Kulleraugen.

Info Der nächste Kochabend, eine Pasta-Party, ist am Mittwoch, 20. September, 18 Uhr. Anmeldung über Instagram: jugend_kultur_lokal_mg.

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