Mönchengladbach: Im Sommerkino ging es auf eine Zeitreise mit „Mamma Mia“

Kino am Schloss Rheydt in Mönchengladbach : Im Sommerkino ging es auf eine Zeitreise mit „Mamma Mia“

Vor allem weibliche Zuschauer saßen im Publikum am Rheydter Schloss. Zuweilen wurden bei manchen Herzschmerz-Szenen Taschentücher benötigt.

Bei „Mamma Mia“ krachte ein gewaltiges Gewitter – zum Glück nur im Film und nicht im Sommerkino Schloss Rheydt. Glücklich, zum Musical „Mamma Mia. Here we go again“ auch die vierte Filmvorführung in Folge regenfrei zu erleben, bat Marketingchef Markus Brinkmann vom Comet Cine Center um einen Sonderapplaus für das Wetter. Der Liebesfilm mit vielen Abba-Songs war gut besucht, lockte allerdings weniger Kinofreunde an als seine Vorgänger. Gekommen war ein eindeutig weiblich dominiertes Publikum, das einfach mal sehen wollte, was aus Sophie und ihren drei potentiellen Vätern geworden ist. Vor dem Start bereitete das Blechbläserquintett der Niederrheinischen Sinfoniker mit Filmmelodien und Chatschaturjans verschiedentlich filmisch verwerteten „Säbeltanz“ das cineastische Erleben vor. Im Hintergrund waren zum Spiel der Musiker Auszüge aus dem Pilotfilm „Mamma Mia“ zu sehen.

Die Fortsetzung ist melancholischer als der turbulente Vorreiter: Mutter Donna ist tot, lebt aber in der Erinnerung ihrer Tochter weiter. Rückblicke zeigen die lebenshungrige, junge Donna – und verraten, warum sie nicht sagen konnte, wer Sophies Vater ist. Das Glöckchen der Turmuhr schlug wie immer zu halben und ganzen Stunden. Meist blieb es unbeachtet, doch zur Szene mit den Liebenden, die auf einen Anruf warten, schien es auf Bestellung zu tönen. Lachend quittiert wurden Sprüche von Donnas Freundinnen.

Beim Duo der verstorbenen Donna mit ihrer Tochter, die nun ein eigenes Kind in den Armen hält, wurde manche verstohlene Träne weggewischt. Nach dem Finale mit vielen Abba-Hits klatschten die Zuschauer, sicherlich wegen des Flairs im Schlosshof.

(anw)