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Mönchengladbach: Gründerwoche - auch im Museum Abteiberg

#meetupMG : Kultureinrichtungen erklären ihr Social-Media-Konzept

#meetupMG findet monatlich statt, diesmal im Vortragssaal des Museums Abteiberg. Beteiligt waren Stadtbibliothek, VHS, Museum und Museumsverein.

„Das moderne Marketing sollte den Menschen ins Zentrum rücken“: So begann Giulia Noever-Reiners ihre Vorstellung des Social-Media-Konzepts der Volkshochschule (VHS). Seit etwa einem Jahr ist sie dort für Medienbildung und Marketing zuständig. Am Freitagabend stellten im Rahmen der Gründerwoche vier Bildungs- und Kultureinrichtungen ihre digitalen Programme vor. Das #meetupMG findet monatlich statt, diesmal im Vortragssaal des Museums Abteiberg. Mit von der Partie waren das Museum selbst, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule sowie der Museumsverein mit den MG_Artfriends.

Die Onlinepräsenz der Einrichtungen unterscheidet sich dabei stark. Während das Museum Abteiberg seine Homepage noch per Kupferleitung erneuern muss, setzen andere voll und ganz auf das Internet und die Sozialen Medien. Wie Uwe Riedel erklärte, habe das Museum mit Social Media noch nicht so viel am Hut. Das werde aber momentan angegangen. Ein großer Schritt dabei sei die Digitalisierung der Kunstwerke. Dadurch sollen Interessierte sich auf der Website Infos zu Künstler und Werk einholen können. Außerdem in Planung ist ein neuer Audioguide – da es im Gebäude allerdings weder W-Lan noch Handyempfang gibt, muss dieser auch offline funktionieren.

Organisiert wurde das #meetupMG von nextMG und der Wirtschaftsförderung. Dass das Konzept aufgeht, zeigte sich auch am Freitagabend. Noch während Riedel über die Probleme des Museums sprach, meldeten sich Technikversierte aus dem Publikum, die anscheinend Lösungen anbieten können. Unter den Teilnehmern befanden sich außerdem einige junge Gründer, die fleißig Fragen stellten und sich Tipps einholen konnten.

Überschneidungen waren bei den genutzen Social-Media-Kanälen zu sehen. Alle haben eine Facebook-Seite, auch Instagram wird von den meisten genutzt. Auf Twitter ist bislang nur die Stadtbibliothek zu finden, die VHS hat für 2021 auch einen Account auf TikTok geplant. Das Konzept ist dabei bei allen darauf ausgelegt, eine Vernetzung stattfinden zu lassen – zu Kunden und Interessierten, aber auch zu anderen Akteuren aus der Kulturszene. Bei den Postings sei es nach Brigitte Behrendt von der Stadtbibliothek besonders wichtig, Emotionen zu zeigen und die Follower auch mal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen. Facebook richtete sich nach allen Teilnehmern eher an eine etwas ältere, Instagram an eine jüngere Zielgruppe.