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Mönchengladbach: Gisela Engeln-Müllges stellt im Kunstraum No. 10 aus

Ausstellung in Mönchengladbach : Engeln-Müllges’ neue Blickwinkel

Bilder und Skulpturen von Gisela Engeln-Müllges sind bis 22. März im Kunstraum No. 10 zu sehen.

Die Malerei und die Bildhauerei stehen im künstlerischen Schaffen von Gisela Engeln-Müllges zu gleichen Teilen nebeneinander. Keiner Richtung gibt sie den Vorzug, in beiden arbeitet sie gleich intensiv. Die vor 80 Jahren in Leipzig geborene Künstlerin und Mathematikerin zeigt nun im Kunstraum No. 10 Bilder und Skulpturen aus den vergangenen zwei Jahren.

Außergewöhnlich sind ihre Skulpturen aus Aluminium und Bronze. Sie sind in einem besonderen Gussverfahren entstanden. Dieses funktioniert mittels eines mit Furanharz getränkten Quarzsandes. Beim Gussvorgang verbrennt der Harz, der Quarzsand zerfällt. Das Ergebnis ist eine Unikat-Skulptur. Der Gussvorgang kann nicht wiederholt werden. Es entstehen komplexe, an Architektur erinnernde Körper, deren Oberfläche hochglänzend bearbeitet ist. Einige bestehen aus mehreren aufeinander aufbauenden Formen – doch sind alle aus einem Guss und ohne Schweißnaht entstanden. Tetraeder durchdringen einander, Pyramiden bauen sich auf – der Betrachter kann in die offenen Strukturen hinein schauen und durch sie hindurch, und immer einen neuen Blickwinkel entdecken.

In der Malerei arbeitet Gisela Engeln-Müllges mit Pinsel, einem Kratzeisen, den Fingern und Ölfarbe. Das Abschaben und Auftragen führt zu Bildfindungen, die in aller Ungegenständlichkeit doch stark ­assoziativ sind. Eine Ausstellung, die dem Betrachter überraschende Blicke gewährt.
SIGRID BLOMEN-RADERMACHER

Info Die Ausstellung ist bis zum 22. März freitags von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende von 15 bis 17 Uhr zu besichtigen.