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Mönchengladbach: Fotos der „Steinzeit“ von Werner Hübner

Ausstellung in Mönchengladbach : Fotos der „Steinzeit“ von Werner Hübner

Welche Gesichter und Fratzen verstecken sich hinter kleinen Kieseln? Wie eindrucksvoll können sie sein? Das zeigt jetzt eine Ausstellung im Café Lax Legere.

Den ersten Stein las Werner Hübner am 1. März 2020 auf. Die Coronapandemie hatte sein Leben und seinen Blick verändert. Er schaute zu Boden und nahm einen der zahlreichen ausgelegten, eigentlich unansehnlichen Kieselsteine auf. Sah Augen, Nase, Mund. Zeigte ihn seiner Frau und fragte nach, ob sie auch ein Gesicht in diesem knubbeligen Gebilde sehe. Ja, bestätigte sie. Das war der Anfang der augenzwinkernden „Steinzeit“. Die meisten Steine, so Hübner, entdeckte er in einem Umkreis von wenigen Metern rund um sein Zuhause.

Werner Hübner, Jahrgang 1949, wurde in Bayern geboren, lebt aber, seit er drei Jahre alt ist, in Mönchengladbach. Von Hause aus Schaufenstergestalter mit zahlreichen Zusatzqualifikationen, ist er als Fotograf Autodidakt und hält mit seiner Kamera alles fest, seit er 14 Jahre alt ist.

25 Fotografien zeigt die Ausstellung „Steinzeit“ im Café Lax Legere auf der Wallstraße. Die Fotos sind 13 mal 18 Zentimeter groß. Die Steine, die den Bildern zugrunde liegen, viel kleiner: zwischen zwei und fünf Zentimeter messen sie. Das kann der Betrachter überprüfen, denn ein gutes Dutzend der originalen Kieselsteine mit ihren verborgenen Gesichtern und Fratzen hat Hübner in Beton eingelegt und schauen den Besucher an. Die Fotografien nahm Hübner mit einer Digitalkamera auf. Am Rechner betont er ein wenig die markanten Elemente des Steines, die ihn zum erkennbaren Kopf machen und legt einen farbigen Hintergrund an. Die Besucher der Ausstellung werden nie wieder achtlos an einem Kieselstein vorübergehen.

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Die Ausstellung „Steinzeit“ mit Fotografien von Werner Hübner im Café Lax Legere, Wallstraße 17, ist montags, dienstags, donnerstags und freitags, jeweils von 12 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 20 Uhr zu sehen.