Drei Tage Party : Kunst und Kulinarik beim Eine-Stadt-Fest

Die Bühne war umlagert, die Bands wurden gefeiert. Den Besuchern des Festes auf der ehemaligen Stadtgrenze wurde viel geboten.

Sie könnte genauso gut „Meile des guten Klangs“ oder „Meile der guten Stimmung“ heißen, denn als sich am Freitagabend die Stars wie Haddaway, Sydney Youngblood und Ingrid Arthur von den Weather Girls auf der Bühne abwechselnd das Mikrofon in die Hand geben und die Menge mit Hits der 1980er und 1990er Jahre zum Grooven bringen, verwandelt sich die „Meile des guten Geschmacks“, wie sie liebevoll von den Organisatoren getauft wurde, zu einer einzigen großen Party. „I wanna dance with somebody“ – Gladbacher tanzen mit Rheydtern und umgekehrt – als Bürger einer einzigen großen Stadt. Bei der 17. Auflage des Eine-Stadt-Festes gab es Kunst, Kulinarik, jede Menge Kult-Hits und eines mit Sicherheit nicht mehr – zwei getrennte Städte.

Das musste man Peter Illmann aber auch erst einmal erklären, was es mit dem Eine-Stadt-Gedanken so auf sich hat. Der Moderator von WDR 4 übernahm am Freitag das Mikro und führte durch den ersten Abend des Festes. Mit im Gepäck hatte Illmann die achtköpfige WDR 4 Band, die musikalisch schon früh am Abend in in die Zeiten von Elton John, Rose Royce und „We are Family“ entführte.

Als Leadgitarrist Chris dann endlich die sehnsüchtig erwarteten Hits wie „It´s Raining Men“ oder „What is Love?“ anstimmte, bewiesen nicht nur die Künstler ihr Gesangstalent. Ausgelassen stimmen die vorderen Reihen in die Klassiker mit ein. Die Soulstimmen der gereiften Stars lassen an dem Abend kein Bein stillstehen.

Die 16 Meter breite Bühne bildete das Herz des Fest-Geländes auf Bruckner Allee und Richard-Wagner-Straße. Davon ausgehend erstreckte sich in beide Richtungen die Kunst und Kulinarik-Meile. Hier reihte sich eine Bude an die nächste. Wagte man sich erst einmal ins Getümmel, kam man ganz sicher nicht wieder hungrig raus – zu vielseitig waren die Verlockungen. Besonders beliebt war das Sandwich von „Taste of Texas“ aus Köln. Aus dem zwei Meter langen Smoker kam frisches Angus-Rindfleisch.

Ebenso vielfältig wie der kulinarische Nachbar war die Kunsthandwerk-Meile. Rund 40 Aussteller präsentierten ihre Erzeugnisse – von der Filz-Mütze über Alpaka-Mode bis hin zu Gemälden. Dekorationsideen für das eigene Heim oder Schmuck sowie Accessoires wurden zahlreich angeboten.

Ab Samstagnachmittag tummelten sich die meisten Besucher trotz des grauen Wetters wieder vor der großen Bühne. Das wussten die Rocker von Obergärig sehr zu schätzen. Mit ihrer Interpretation von den Beatles, Joe Cocker oder Pink Floyd nahm auch der trübe Samstag langsam Fahrt auf. Die Stimmung gipfelte, wie am Tag zuvor, beim Auftritt des Abends. Vividd – die dreiköpfige Band aus der Region – spielte einen „elektrifizierenden“ Mix aus Dance, Funk und Pop. Genauso gitarrenlastig aber dennoch anders als ihre Vorband, nahmen sie sich der aktuellen Chart-Stürmer an, wie Ed Sheeran, Bruno Mars, aber auch Klassiker wie Prince oder Ram Jam sorgen für so manchen Hüftschwung.

Der Sonntag stand im Zeichen der Familie. In der Kids-World konnten Kinder sich schminken lassen, auf eine Torwand der Borussia zielen oder sich von einem großen Kran mehr als 30 Meter hochziehen lassen. Eine Hüpfburg sowie Eis und Zuckerwatte durften natürlich nicht fehlen. Ergänzt wurde dies von einem bunten Programm auf der Bühne. Die „Meile des guten Klangs“ beenden durften am Abend die Rocker von Booster – in gewohnt klangstarker Manier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Impressionen vom Eine-Stadt-Fest 2019 in Mönchengladbach

Mehr von RP ONLINE