Mönchengladbach: Die Berliner Band Rumpelstil lud zum Taschenlampenkonzert ein

Weihnachtskonzert für Kinder : Wenn Taschenlampen munter funzeln

Die Berliner Band Rumpelstil war schon häufiger zu Gast in der Stadt. Erstmals jetzt in der Adventszeit. Zu neuen und traditionellen Weihnachtsliedern tanzten die Kinder und machten großes Lichtgewitter mit ihren Taschenlampen.

Ein Christbaum, geschmückt mit glänzenden, riesig großen Kugeln und Lichtern steht auf der Bühne der Kaiser-Friedrich-Halle und bei ihm die vier Musiker der Band Rumpelstil, die eigens aus Berlin angereist ist, um mit Mönchengladbacher Kindern und ihren Eltern ein Taschenlampenkonzert zu singen und zu funzeln.

„Ihr seid ganz schön mutig, denn was heute hier passiert, das weiß keiner. Es soll ein Taschenlampenkonzert und ein Weihnachtskonzert sein“, eröffnet Jörg Brumme von Rumpelstil den Abend. „Kommt jetzt der Weihnachtsmann mit der Taschenlampe, oder was wird das werden? Ihr wißt es nicht, und wir wissen es auch nicht, denn wir machen das zum ersten Mal, und wir sind sehr gespannt. Wir sind etwas aufgeregt, aber auch froh und fröhlich und sehr erwartungsvoll und voller Vorfreude“. Er leitet damit das erste Lied ein: „Das muss die Vorfreude sein“. Die vor der Bühne, im Seitengang und bei ihren Eltern sitzenden Kindern probieren schon fleißig ihre mitgebrachten, bunten Leuchtstäbe oder Taschenlampen aus.

Beim Familienkonzert soll jede einzelne Stimme gehört werden. Natürlich sind Mitmachen und Mitsingen gefragt. Im Kanon singen Eltern und Kinder „Sieh die Lichter an und aus“ auf die Melodie von „Bruder Jakob“, die jedes Kind kennt. Ein Taschenlampencheck war diesem Kanon vorausgegangen, damit auch alles klappt. Ganz wunderbar funzeln alle miteinander. Und als das Lied verklingt, schließt sich ein dolles Taschenlampenfunzelchaos an, bei dem jeder funzeln kann, wie er will. Am Ende der Lichtblinkerei steht ein Funzeln ins eigene Gesicht. „Ach so seht ihr aus“, meldet sich Brumme. Schnell stellen die Kinder fest: Nichts blendet besser als eine Taschenlampe im Dunkeln. Die gruseligsten Gesichtsausdrücke findet man in den geblendeten Gesichtern.

Helle Lichter erzeugen Weihnachtsstimmung in der Dunkelheit. Weiße Lichtschneeflöckchen tanzen auf der Bühne und an der Decke durch den Raum. Dazu wird gemeinsam gesungen: „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ Der große Christbaum verwandelt sich durch farbiges Licht mal in einen quitschgrünen dann in einen knackig pinken Baum.

Die Kinder sind fasziniert vom flauschig-weißen, mit schwarzen Flecken getupften Bären, der auf die Bühne mit seiner großen glänzendroten Wahrsagekugel herumtrampelt, die wohl vom Christbaum stammt. Und alle zusammen funzeln sie gemeinsam zu den Liedern. Die Texte der von Rumpelstil selbst geschriebenen Weihnachtslieder erzählen „Vom Weihnachtsmann: der ist ein Mann, auf den man sich verlassen kann“ oder auch vom „kleinen Plastiktannenbaum: der durftet und der glänzt so schön, ist so treu – jedes Jahr wieder neu“.

Die vier Musiker der Band sind die Sängerin Blanche Elliz, Peter Schenderlein am Klavier, Max Vonthien Percussion und Jörn Brumme an der Gitarre.

Auch bekannte, schöne und zärtliche Weihnachtslieder stehen auf dem Programm – schon mal zum Üben für Heiligabend. „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Stille Nacht“ in Vor- und Mitsingvarianten zaubern Gänsehaut-Momente. Beim gemeinsamen Singen und Blinken erleben Erwachsene und Kinder, worauf es wirklich ankommt im Leben: auf das Miteinander.

Nach dem letzten Taschenlampenlied werden die Funzelinstrumente wieder eingepackt, die kleinen Lichter gehen aus, das große wieder an. Für die Konzertbesucher ist nun klar: Weihnachten, das Fest des Lichts, kann kommen.