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Mönchengladbach: Der Literarische Sommer startet mit dem flämischen Autor Stefan Hertmans

Kultur in Mönchengladbach : Ein Festival der Literatur

Der flämische Autor Stefan Hertmans und die Schriftstellerin Kristina Bilkau sind im Programm. Außerdem noch ein zum Kult aufgestiegener Romanzyklus.

Noch zwei Jahre – dann hat der Literarische Sommer ein Vierteljahrhundert erreicht, jubiliert Brigitte Behrendt. Die Leiterin der Stadtbibliothek deutet das beachtliche Alter des Literaturfestivals als sicheres Zeichen für den Erfolg der Reihe. „Es gibt inzwischen eine Stammkundschaft, die durch die Städte reist, und immer wieder neue Entwicklungen. Es wird wieder ein literarisch heißer Sommer, der viele Gespräche verspricht“, sagt Behrendt.

Sie kündigt vier Lesungen an, die von Projektleiter Arno van Rijn zusammengestellt wurden. Das deutsch-niederländisch-belgische Literaturfestival an Rhein und Maas startet am dritten Tag auch in Mönchengladbach durch. Am 8. Juli, 19.30 Uhr liest der flämische, mehrfach preisgekrönte Autor Stefan Hertmans in der Stadtteilbibliothek Rheydt aus seinem aktuellen Roman „Der Aufgang“. Behrendt verspricht eine spannende Geschichte um ein gegensätzliches Paar in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Beispiel der Beziehung zwischen einem SS-Offizier und dessen pazifistischer Frau erzählt der Autor von der Tragödie eines Landes.

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Am 19. Juli, 19.30 stellt Kristine Bilkau am gleichen Ort ihren Roman „Nebenan“ vor. In diesem Buch werde ein verlassenes Haus zur geheimnisvollen Projektionsfläche unerfüllter Sehnsüchte und Ängste, sagt Behrendt. Kulturelle und sprachliche Eigenarten der niederländischen Nachbarn sowie kulturelle und geografische Schönheiten des Landes beschreibt Kerstin Schweighöfer in ihrem Buch „Gebrauchsanweisung für die Niederlande“. Die Autorin, die seit über 30 Jahren als freie Auslandskorrespondentin in den Niederlanden lebt, liest am 5. August, ab 19.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek.

Auch in diesem Jahr mit dabei ist der zum Kult aufgestiegene Romanzyklus „Das Büro“ des verstorbenen Niederländers Johannes Jakobus Voskuil. In den Niederlanden sei die Reihe ein Phänomen, versichert Behrendt. Sie verkaufte sich mehr als 400.000-mal verkauft und landete bei einer Internetabstimmung auf dem siebten Platz der wichtigsten niederländischen Romane aller Zeiten. Im siebten und letzten Band der Reihe ist Hauptfigur Maarten Koning pensioniert und tut sich schwer mit dem Entzug.

Ronny Tomiska, Ensemblemitglied des Gemeinschaftstheaters Krefeld-Mönchengladbach, liest am Freitag, 12. August, ab 16.30 Uhr ausgewählte Passagen – passend zur beschriebenen Büroatmosphäre im „Lager“ der Stadtbibliothek auf der Krefelder Straße 423 in Neuwerk.

Das trinationale Literaturfestival bietet vom 5. Juli bis 9. September insgesamt 50 Lesungen, Gespräche und Exkursionen mit insgesamt 27 Autoren an bekannten und unbekannten, traditionellen und ungewöhnlichen Orten an. Mit Genk ist wieder eine belgische Stadt beteiligt. Erstmals sind auch Veranstaltungen in Kleve und Leverkusen dabei. Nach dem Erfolg des ersten „literarischen Spaziergangs“ in Amsterdam wird das Format nun auch in Köln und Düsseldorf angeboten. Behrendt betont, sich für künftige Sommer vergleichbare Formate für Mönchengladbach vorstellen zu können.

Info Programme zum Festival liegen in den Bibliotheken aus und sind online abrufbar. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl empfehlen die Veranstalter die Online-Buchung.