Mönchengladbach: Debutkonzert von Musikschülern

Mönchengladbach : Junge Talente der Musikschule gaben ihr Debütkonzert im Theater

Mit barocker und vorbarocker Ensemblemusik imponierten die jungen Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Sie boten beachtliche Leistungen.

Es ist ein guter Brauch, dass vor Sinfoniekonzerten häufiger Debütkonzerte stattfinden, um jungen Musikern der Musikschule ein Podium zu bieten. Das Interesse darin ist groß – auch diesmal war das Studio des Theaters gut gefüllt.

Beim jüngsten Debütkonzert spielten Preisträger von „Jugend musiziert“ – zunächst die etwa Zwölfjährigen (beim Wettbewerb Gruppe drei), dann Vierzehn- bis Fünfzehnjährige (Gruppe vier) und schließlich ein Ensemble der Gruppe fünf – im Schnitt siebzehn bis achtzehn Jahre alte Musikschüler.

Die beiden jüngeren Ensembles kommen aus der Klasse von Marion Bleyer-Heck, die Wissenswertes über die Werke berichtete und zunächst Juno Rosenthal, Blockflöte; Viktoria Haak, Violine und Blockflöte; Philipp Scheible, Violoncello, und Chen-Yang Diep, Cembalo, vorstellte.

Trotz ihrer Jugend zeigten die Instrumentalisten beachtliche technische Fertigkeit, vorbildliches Zusammenspiel und interpretatorische wie artikulatorische Genauigkeit in einer „Canzona“ von Girolamo Frescobaldi und einem „Concerto in G“ von William Babell.

Marlon Thuer, Horn, Timon Pannen, Fagott, (Gruppe vier), und noch einmal Viktoria Haak, Blockflöte, standen ihren jüngeren Kollegen in nichts nach. Neben einer „Canzone“ von Pietro Antonio Mariani machten sie mit dem einzigen Werk Georg Philipp Telemanns für Blockflöte und Horn bekannt. An Stelle des erkrankten Cembalisten begleitete Marion Bleyer-Heck.

Die „Großen“ werden von Sabine Heiwolt betreut – dazu gehören Anna Döring, Barockvioline, Niklas Schröder, Barockcello, und Daniel Brockmann, Cembalo. Das wichtigste Mitglied dieses Ensembles, nämlich die Sängerin, wurde zwar nicht vorgestellt, doch die 16-jährige Marie Lina Hanke sang wunderschön. Mit lyrisch-lichtem, höhensicherem Sopran und erstaunlicher stimmlicher Reife gestaltete sie anspruchsvolle Werke von Antonio Caldara („Alma redemptoris mater“) und Girolamo Frescobaldi („Begli Occhi“). Violine, Cello und Cembalo begleiteten einfühlsam und voller Wohlklang.

Allen Protagonisten des Konzertes galt ausgiebiger Beifall.